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Zuletzt aktualisiert: 05.09.2012 um 05:41 UhrKommentare

Der Chef griff tief in die Firmenkasse

Ex-Geschäftsführer der Forschungsgesellschaft Mobilität soll rund 500.000 Euro veruntreut haben. Das Unternehmen kämpft um seinen Fortbestand.

Foto © Kanizaj

Sanfte Mobilität ist eigentlich das Themenfeld, mit dem sich die Mitarbeiter der Forschungsgesellschaft Mobilität (FGM) auseinandersetzen. Seit Kurzem müssen sie sich aber einem harten Überlebenskampf stellen. Ihr ehemaliger Geschäftsführer soll über Jahre tief in die Firmenkasse gegriffen haben. Die Rede ist von 500.000 Euro, die er veruntreut haben soll.

"Ja, es wurden Gelder veruntreut", bestätigt Claus Köllinger, neuer Geschäftsführer der FGM. Ende Juli hat sich der Ex-Chef selbst anzeigt. Köllinger: "Er wurde entlassen und ist auch aus eigenen Stücken aus allen Funktionen zurückgetreten." Die Untreue ihres Ex-Chefs trifft die Mitarbeiter doppelt: Sie sind nämlich auch Eigentümer. Die Mitarbeiter sind Mitglieder im Verein Forschungsgesellschaft Mobilität, dem zu 100 Prozent die Firma FGM gehört und zu einem überwiegenden Anteil die Via Nova Verkehrsconsulting GmbH. Letztere betreibt das Mobil Zentral in der Grazer Jakoministraße, eine Informationsdrehscheibe rund um den öffentlichen Verkehr in der Steiermark. Die FGM arbeitet viel für das Land Steiermark sowie die Stadt Graz und hat zum Beispiel den ersten Shared-Space-Platz Österreichs in Gleinstätten entwickelt.

Über die genaue Höhe des Schadens will Köllinger noch keine Angaben machen. "Externe Experten erheben das gerade im Detail." Was aus seiner Sicht wichtig ist: "Unsere Projektpartner und Auftraggeber sind nicht betroffen. Der Schaden bezieht sich ausschließlich auf die FGM und die Via Nova."

Fortbestand ungewiss

Wie geht es jetzt weiter? Die derzeitigen Projekte können inhaltlich normal weiterlaufen. Wirtschaftlich ist die Situation aber extrem schwierig. Köllinger: "Wir haben prüfen lassen, ob wir liquide sind - das sind wir. Jetzt versuchen wir gerade, eine positive Fortbestandsprognose zu erstellen." Ob das gelingt, muss der Neo-Geschäftsführer aber offenlassen.

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