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Zuletzt aktualisiert: 10.08.2012 um 08:52 UhrKommentare

Bauboom lässt die Kräne rotieren

Der Wohnbauboom in Graz zeigt sich an allen Ecken - Kräne, wohin man nur schaut. Noch nie wurden so viele Baubescheide ausgestellt.

Foto © Eder

In Graz kennt die Bauwut derzeit keine Grenzen. Besonders der Wohnbau lässt die Kräne rotieren, Lücken werden geschlossen, Baufirmen haben volle Auftragsbücher. Große Wohnbauprojekte etwa der SRS Immobilien GmbH gegenüber der Messe, von Bauwerkwohnen in der Muchargasse, der Raiffeisen Leasing in der Laimburggasse, der Jauk Baumanagement GmbH in der Langen Gasse oder auch von Kampits & Gamerith in der Ragnitz werden derzeit gerade hochgezogen. Und die Liste stellt nur eine Auswahl dar.

Im Dauerstress ist auch die Bau- und Anlagebehörde. Leiterin Verena Ennemoser: "2011 wickelten wir 10.000 Baubescheide ab, so viele wie noch nie." Zum Vergleich: 2005 waren es noch rund 8000. Rund 6000 neue Wohnungen sind auch für die nächsten Jahre geplant.

Den großen Bauboom merkt auch Siegfried Kristin, Leiter der FA 15 für Energie und Wohnbau im Land Steiermark. Allein für die Planungsperiode 2011/12 hat die Abteilung steiermarkweit 2800 Anträge für den geförderten Wohnbau genehmigt. Rund 40 Prozent davon für den Raum Graz und Umgebung. Für die Periode 2013/14, für die die Politik aber noch zustimmen muss, gibt es ähnliche Zahlen. Da sind sogar 60 Prozent der geplanten Bauprojekte in Graz und dessen Umland geplant. Dazu komme, so Gerhard Uhlmann vom Büro von Wohnbaulandesrat Johann Seitinger, der neue Wohnraum, der zusätzlich durch die Wohnbausanierung geschaffen werde.

"Die letzten drei Jahre lag die Vorsorgewohnung groß im Trend. Die Leute wollten ihr Geld sicher anlegen: im Spar- und im Grundbuch", resümiert Nikolaus Lallitsch, Geschäftsführer von Raiffeisen Immobilien. Auch Gerald Gollenz, Fachgruppenobmann in der WK, stimmt zu: "Für die Zweizimmer-Anleger-Wohnung gibt es derzeit einen guten Markt." Die Nachfrage bescherte den Wohnungssuchenden aber auch hohe Preise. Penthousepreise mit Quadratmeterpreisen über 12.000 Euro wie beim früheren ÖGB-Haus bleiben aber die Ausnahme, so Lallitsch.

Der Boom bremse sich jetzt ein. Indiz dafür: Nach dem Rekordjahr an Immobilienkäufen im Jahr 2010 gingen die Grundbucheintragungen im vergangenen Jahr um 4,8 Prozent zurück. Lallitsch: "Die Leute stellen jetzt wieder eher das eigene Kaufinteresse in den Vordergrund und nicht die Zweizimmer-Anlegerwohnung, die vermietet wird." Und die Preise bleiben stabil - allerdings auf hohem Niveau.

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