23. November 2014, 21:09 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 09.07.2012 um 21:57 UhrKommentare

Zum Hagel kam auch noch der Sturm

Wieder Unwetter in der Steiermark : Bäume stürzten auf Häuser und Autos, Dächer wurden abgedeckt, der Hagel lag zentimeterhoch.

Foto © Foto: Thomas Zeiler

Auch für Montag waren heftige Gewitter in der Steiermark prognostiziert worden – und die Meteorologen behielten recht. Von Westen nach Osten zog eine Unwetterfront über das Land und richtete wieder einmal enorme Schäden an.

Im Zentrum der Unwetter stand einmal mehr der Bezirk Murtal, insbesondere das Aichfeld zwischen Knittelfeld und Fohnsdorf, wo Hagel und Starkregen wüteten. In Fohnsdorf durchlöcherten die Hagelschloßen das Dach eines Baustoffhandels, Regen drang ein und verwandelten die Lagerhallen in einen See. In St. Peter ob Judenburg rutschte ein Hang auf eine Gemeindestraße. Eine junge Frau, die mit dem Auto vorbeifuhr, entkam den Schlammmassen nur knapp. Strommasten wurden mitgerissen, der halbe Ort hatte stundenlang keinen Strom. Ein heftiges Unwetter mit Starkregen und Hagelschauern ist am Nachmittag über dem Raum Knittelfeld niedergegangen: Sieben Wehren mit rund 100 Feuerwehrmännern standen bis in die Nachtstunden im Unwettereinsatz. Durch die massiven Regenfälle wurden Dutzende Keller bis zu einem halben Meter überflutet. Zu einem nicht alltäglichen Einsatz musste die Feuerwehr im Stadtgebiet von Knittelfeld ausrücken. Durch die Regenmassen wurde eine Eisenbahnunterführung knapp einen Meter überflutet, wobei ein Pkw in den Wassermassen eingeschlossen wurde.

Der Lenker konnte unversehrt aus dem Fahrzeug gelangen, das Auto wurde von den Florianis mittels Seilwinde geborgen. Laut Feuerwehr gab es bei dem Unwetter zum Glück keine Verletzten. Im Einsatz standen die Wehren aus Knittelfeld, Apfelberg, St. Marein, Großlobming, die ÖBB-Betriebsfeuerwehr Knittelfeld, Spielberg sowie Feistritz.

Einen weiteren Mittelpunkt der Unwetter bildete der Raum Gleisdorf, wo der sintflutartige Regen nicht nur die Autobahn zentimetertief unter Wasser setzte. In Wünschendorf wurde ein Stallgebäude komplett abgedeckt, "der Sturm schlug auch eine richtige Schneise in den Wald", so Johann Eggenreich von der Feuerwehr. Bäume stürzten auch auf Häuser und abgestellte Autos. In Pöllau bei Markt Hartmannsdorf traf ein Baum ein Auto, dessen Lenker vor dem Hagel Schutz gesucht hatte. Der Familienvater und seine beiden Kinder hatten aber Glück und kamen mit dem Schrecken davon.

Dichte Hagelkörner

Nicht die Größe der Hagelschloßen, sondern die enorme Dichte und Heftigkeit des Niederschlags dürften in weiten Teilen der West- und Oststeiermark wieder für Millionenschäden in der Landwirtschaft verantwortlich sein. In Fürstenfeld, das sich erst vor zwei Wochen für den Europäischen Blumenschmuckwettbewerb herausgeputzt hatte, wütete das Hagelunwetter über dem Stadtzentrum, wie Bürgermeister Werner Gutzwar berichtete. In Nestelbach mussten zahlreiche Straßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden.

Orkanartige Böen fegten nördlich und westlich von Graz über das Land. In Stattegg wurden mindestens zwei Häuser abgedeckt, in Eggersdorf warf der Sturm Bäume auf die Straße. In den späten Abendstunden wütete das Gewitter auch in Graz.

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