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Zuletzt aktualisiert: 31.05.2012 um 14:30 UhrKommentare

Mehr Fernwärme und Fahrverbote

Feinstaub: Fahrverbot für veraltete Laster startet. 2013 und 2014 trifft es weitere 2200 Schwerfahrzeuge. Land steckt Millionen in Fernwärmeausbau und wittert Neues bei der Umweltzone.

Foto © AP

Schelte oder Strafzahlungen? "Nichts Neues aus Brüssel", betont man im Büro von Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann. Statt dessen geht dieser am Donnerstag in die Offensive und stellt mit Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk und Gert Heigl (Energie Graz) Fortschritte des Luftreinhalteprogramms vor.

So ist man auf einem guten Weg, das Ziel von 80.000 Wohnungen mit Fernwärmeanschluss bis 2030 in Graz zu erreichen. Allein im Vorjahr wuchs das Netz um umgerechnet 4000 Wohnungen. 4,4 Millionen Euro steckt das Land in diese Feinstaubmaßnahme, sonst wäre "eine solche Offensive nicht machbar", betont Heigl. Obendrein, so Kurzmann wird "der Austausch alter Kessel gefördert." Umfang: 500.000 Euro. In Summe sind für den Kampf für bessere Luftgüte neun Millionen Euro budgetiert. Den Budgetpoker für 2013/2014 vor Augen, erwartet sich der Umweltreferent (FPÖ) "mindestens so viel" für die nächsten Jahre.

Kein Zuckerbrot ohne Peitsche, aber "die Wirtschaft leistet ihren Anteil", nickt Herk. Den Ärger der Frächter versteht er, dennoch tritt am Freitag für Schwerfahrzeuge, die vor 1992 zugelassen worden sind, im Sanierungsgebiet (von Leoben über Graz bis Bad Radkersburg) ein Fahrverbot in Kraft. Bei Verstößen drohen Strafen bis zu 2180 Euro. Ab 2013 wird es Lkw (mit mehr als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht) der Abgasklasse Euro 1 und ab 2014 solche der Klasse Euro 2 treffen. In Summe rund 2200 in der Steiermark zugelassene "Brummer".

Eine Grazer Umweltzone hätte freilich einen größeren Radius. Sollte es vor Schulschluss noch eine Bürgerbefragung dazu geben, erwartet Kurzmann, dass sich die Mehrheit der Grazer gegen die Zone ausspricht. Den Detailplan kennt aber auch Landesexperte Gerhard Semmelrock nicht. Am 13. Juni ist die nächste Runde.

Überraschungen sind möglich: Laut Semmelrock könnte Graz als Alternative auch tageweise Fahrverbote verhängen.

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Luftreinhalteprogramm

  • Im Doppelbudget 2011/2012 sind neun Millionen Euro für Feinstaubmaßnahmen verankert. Wie viele es im nächsten Doppelbudget 2013/2014 sein werden, darüber wird noch verhandelt.

    Eine Säule des Luftreinhalteprogramms ist der Fernwärmeausbau. 1,6 Millionen Euro flossen direkt in neue Anschlüsse, weitere 2,9 Millionen in das Verdichten des bestehenden Netzes - vor allem in Graz (Eggenberg, Andritz, Liebenau, Straßgang, Wetzelsdorf) sowie in südlichen Gemeinden.

    Fahrverbot für Uralttaxis ist in Graz seit 1. März in Kraft. Ab Freitag sind in etlichen Landesbezirken auch veraltete Schwerfahrzeuge tabu. 2013 dehnt man die Verbote aus.

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