26. November 2014, 02:51 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 29.05.2012 um 18:38 UhrKommentare

Auch das Land trickst mit Photoshop

Die erste steirische Generationen-Fachtagung in Graz sorgt im Nachhinein für Aufregung. Die Gleichbehandlungsbeauftragte des Landes, Sabine Schulze-Bauer, hat man fachmännisch vom offiziellen Foto der Veranstaltung am vergangenen Mittwoch entfernt.

Foto © Landespressedienst

Ursprünglich zierten das Bild Alexandra Nagl (Leiterin der Fachabteilung für Gesellschaft und Generationen), Martina Grötschnig (Koordinationsstelle für Generationen), Familienlandesrätin Elisabeth Grossmann (SPÖ) und Schulze-Bauer. Dieses Foto erschien etwa in der Wochenzeitung "Grazer". Offiziell verschickt und verwendet der Landespressedienst aber das gleiche Bild - ohne Gleichbehandlungsbeauftragte. An jener Stelle, wo Schulze-Bauer die Landesrätin verdeckt, wurde nachträglich der Ärmel der Politikerin "aufgefüllt". Derartiges macht im Landhaus prompt die Runde: Man munkelt über einen Auftrag "von oben" und Zwist unter Damen.

Der Landespressedienst dementiert. Man habe primär die Veranstalter am Foto haben wollen. Schulze-Bauer als einzige der Kooperationspartner am Foto zu belassen, wäre den anderen Partnern gegenüber nicht fair gewesen. Quasi ein Akt der Gleichbehandlung.

LKH West

Die bevorstehende Übernahme des LKH West durch die Barmherzigen Brüder - die Kleine Zeitung berichtete exklusiv - sorgt für heftige Reaktionen. Ingrid Lechner-Sonnek, Landtagsabgeordnete der steirischen Grünen, kritisiert vorweg: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Barmherzigen Brüder für das Land billiger sein werden, wenn sie die gleichen Leistungen anbieten wollen wie das derzeitige Kages-Spital LKH West." Lechner-Sonnek bezweifelt, dass die Barmherzigen Brüder überhaupt den Versorgungsauftrag übernehmen können und lehnt private Betreiber im Spitalsbereich überhaupt ab. "Die finanziellen Überlegungen des Planes sind für mich nicht nachvollziehbar. Ein wesentlicher Teil der öffentlichen Infrastruktur wird damit aufgegeben - und das von jenen, die die finanziellen Probleme geschaffen haben, nämlich von der rot-schwarzen Koalition. Auch die Spitals-Betriebsräte sind alarmiert. LKH-West-Betriebsratsvorsitzender Karlheinz Dieber beklagt, dass es zu wenig Informationen für die Mitarbeiter gebe und bisher noch kein Gespräch mit den politischen Vertretern zustande gekommen sei. "Ich will einfach vermeiden, dass im Rahmen der Zusammenlegung funktionierende Abteilungen des LKH West aufgeteilt oder auseinandergerissen werden." Dieber ruft wie Arbeiterkammer-Vizepräsident Franz Gosch die Sozialpartnerschaft auf den Plan. Gosch spricht übrigens von einer "Reihe von Maßnahmen, die es gibt, mit denen man sich "Gehör verschaffen kann". Streiks seien aber nicht geplant.

HS Breitenau

Weiter auf Trab hält Landesrätin Elisabeth Grossmann (SP) die Schließung der Hauptschule in der Breitenau (Bezirk Bruck). "Dreistigkeit" wirft man der Politikerin vor, sie agiere "ohne Rückgrat". "Skandalös", nennt KP-Klubchefin Claudia Klimt-Weithaler, dass Grossmann den Medien nach ihrem Breitenau-Besuch bestätigte, dass die Schule im Sommer 2014 plangemäß geschlossen werden soll. "In Breitenau erklärte sie aber, der Beschluss sei noch nicht gefallen", klagt die KPÖ an. Auch Ingrid Lechner-Sonnek (Grüne) und Georg Mayer (FPÖ) nehmen Grossmann ins Visier und wollen der Gemeinde helfen, die Schule zu retten. Gelogen hat Grossmann aber nicht, denn der (negative) Bescheid ergeht erst dieser Tage an die Gemeinde. Ein Einspruch ist sicher. Ähnlich unerfreuliche Post haben übrigens 24 andere Schulstandorte bereits erhalten. So heftig kritisiert, manche sagen beschimpft, wie in Breitenau, hat man die Politikerin anderswo aber nicht.

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