23. November 2014, 12:01 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 20.05.2012 um 12:31 UhrKommentare

Atemschutzübung der Freiwilligen Feuerwehr Graz

Die Freiwillige Feuerwehr Graz wurde am 18. Mai 2012 um 18.53 Uhr zu einer Übung von der Brandmeldezentrale der Berufsfeuerwehr Graz alarmiert.

Foto © FF Graz

Die FF Graz rückte mit vier Fahrzeugen zum Einsatzort in die Mariatrosterstraße aus. Bereits kurz vor dem Übungsort angekommen, bot sich den anrückenden Fahrzeugen die erste Herausforderung. Es gab keine Zufahrt zum Übungsobjekt sowie keinerlei Abstellflächen.

Nach der ersten Erkundung durch den Einsatzleiter Brandmeister Daniel Nemeth und Löschmeister Thomas Scholz wurden einige Schwierigkeiten festgestellt. Der Zugang zum Objekt über die Garage und der Zugang über den Haupteingang waren versperrt und schwer erreichbar. Weiters meldete der Besitzer, dass vier Personen eingeschlossen seien und sämtliche Etagen stark verraucht sind. Da im ersten Obergeschoss eine Balkontüre offen stand, wurde ein Leiterweg hergestellt. Nach dem kompletten Öffnen der Balkontüre drang starker Rauch aus der Wohnung. Die beiden eingesetzten Atemschutztrupps begannen sofort mit der Menschenrettung.

Nach kurzer Zeit wurden bereits von beiden Trupps die ersten beiden bewusstlosen Personen gefunden. Mittels Rettungstuch wurde eine schnelle Rettung zur Ostseite durchgeführt. Direkt im gesicherten Arbeitsbereich auf der Rückseite des Gebäudes wurde ein Sanitätsplatz eingerichtet, welcher durch Brandinspektor der Sanität Thomas Krainer geleitet wurde. Eine Zufahrt für die Rettung wurde ebenfalls geschaffen.

Da sich der fiktive Brand bereits auf den Dachstuhl ausgedehnt hatte, wurde ein weiteres Strahlrohr aufgebaut und im Außenangriff über die Rückseite des Objektes zur Brandbekämpfung vorgenommen. Da das Tanklöschfahrzeug nur über eine begrenzte Menge an Wasser verfügt, wurde parallel zum Aufbau des Strahlrohrs im Außenangriff eine Wasser - Zubringleitung aufgebaut. Als besonders vorteilhaft erwies sich der Unterflurhydrant, welcher sich direkt neben dem Fahrzeug befand.

Nachdem alle vier Personen gerettet und dem Sanitätstrupp übergeben wurden, konnten mehrere Rauchabzugsmöglichkeiten durch das Öffnen von Fenstern geschaffen werden, um die volle Leistung des Druckbelüfters zu erzielen. Da keine Glutnester oder weitere Gefahren mehr aufzufinden waren, konnte die gesamte Übung nach rund einer Stunde beendet werden. Sämtliche Gerätschaften wurden versorgt und das Übungsobjekt wurde wieder in den Originalzustand versetzt. Anschließend fand noch direkt vor Ort eine Übungsnachbesprechung statt.

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