23. November 2014, 19:55 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 17.05.2012 um 05:10 UhrKommentare

Radfahrer soll 400 Euro Strafe bezahlen

Ein Kärntner, der in Graz studiert, war dort mit seinem Rad unterwegs. Nicht ganz vorschriftsgemäß. Dafür soll er 400 Euro Strafe zahlen. - Für jeden Mangel 50 Euro.

Foto © Stanje

Radfahren kann ganz schön teuer sein. Diese Erfahrung musste Bernhard Stanje aus St. Margarethen ob Töllerberg (Bezirk Völkermarkt) jetzt machen: 400 Euro soll der 23-Jährige, der in Graz studiert, für einen einige hundert Meter langen Ritt auf seinem Drahtesel berappen.

"In der Grazer Grabenstraße war ein langer Stau", erzählt der Kärntner, "aus Angst, den Rückspiegel eines Autos zu beschädigen oder den Lack zu zerkratzen, bin ich auf den Gehweg ausgewichen." Dort sei er "ganz langsam, fast im Schritttempo" auf eine Kreuzung zugeradelt.

Direkt in die Arme eines Polizisten. Und der sah anscheinend rot. "Die Beleuchtung ist ja nicht besonders, aber die lasse ich ihnen noch einmal durchgehen", habe der Beamte gesagt, erzählt Bernhard Stanje. Dann begann der Beamte diverse Verkehrssünden des Studenten aufzulisten: "Fahren auf dem Gehweg, kein Rückspiegel, keine Reflektoren an den Pedalen, keine Reflektoren an der Seite, keine Klingel . . ." Bernhard Stanje zitiert aus der Anzeige. 50 Euro soll er pro Mangel bezahlen, in Summe 400 Euro.

"Mit so viel Geld komme ich normalerweise einen ganzen Monat aus", sagt der 23-Jährige, der mit der Anzeige fast nicht mehr gerechnet hatte: "Am 18. Oktober ist das passiert", erinnert er sich, "am 26. April habe ich den blauen Brief bekommen. Nach Kärnten übrigens, obwohl mein Hauptwohnsitz in Graz ist", sagt Stanje.

Gegen den Bescheid hat er berufen. "Vor allem deshalb, weil in der Anzeige nun doch steht, dass ich ohne Licht gefahren bin, was gar nicht stimmt", betont der Student, "ich war auch mit Laufschuhen unterwegs, die Reflektoren haben, hätte also auf den Pedalen keine gebraucht". Auch einige andere Punkte beinhaltet Stanjes Schreiben an die Grazer Polizei.

Die beschäftigt sich bereits mit dem Akt, bestätigt Polizei-Pressesprecher Maximilian Ulrich.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

Gefahren-Atlas Graz

  • Großes Echo auf unseren Aufruf: Leser der Kleine Zeitung sagen, welche Kreuzungen in der Stadt sie für gefährlich halten. Mit Ihrer Hilfe werden wir den Gefahrenatlas des Grazer Verkehrsnetzes laufend erweitern und aktualisieren.


Events & Tickets

  • Die besten Events in Kärnten und der Steiermark. Plus: Tickets für alle Veranstaltungen in ganz Österreich online bestellen.