Zuletzt aktualisiert: 07.04.2012 um 07:00 UhrKommentare

Christina und Josef Neuhold: Richtig Schwein gehabt

Christina und Josef Neuhold wurden heuer mit Doppelgold für ihr Osterfleisch ausgezeichnet. In ihrem Betrieb setzen sie auf Ökologie und Direktvermarktung.

Foto © HOFFMANN

Haben Sie noch Osterfleisch", fragt gestern Mittag ein Kunde. "Nein, leider - wir haben gar keines mehr", muss Familie Neuhold aus Sankt Nikolai ob Draßling verneinen. Schon seit Dienstag ist das Osterfleisch, das jetzt mit Doppelgold - für Kochschinken und Karree - ausgezeichnet wurde, ausverkauft.

Doch was ist ihr Geheimnis? "Es ist ein altes Hausrezept - auf Naturbasis mit Wacholder und mit Buchenholz geräuchert", erklärt Josef Neuhold. "Die Qualität des Fleisches ist auch deshalb so hoch, weil die Ferkel aus nahen Betrieben kommen und das Futter größtenteils von den eigenen, mit der anfallenden Gülle gedüngten Feldern stammt", ergänzt Gattin Christina.

Die 38-Jährige ist eine absolute Quereinsteigerin: "Ich war vorher an der Grazer Musikuni im Büro und blieb aus Liebe zu meinem Mann und den Kindern zu Hause." Für den 40-Jährigen, der mit vier Brüdern aufwuchs, war klar, dass er die Landwirtschaft seiner Eltern übernimmt.

1995 legten die Neuholds den Schwerpunkt ihres Schweinemastbetriebes auf Direktvermarktung - mit Erfolg, wurde ihr Fleisch doch schon mehrmals prämiert. Mit Fotovoltaikanlage, Hackschnitzelheizung und Wassergewinnung aus drei eigenen Brunnen ist der Betrieb quasi autark. Die selbst produzierten Waren werden auch mobil verkauft: Fünf Busse fahren drei Mal pro Woche in Gemeinden und Siedlungen, die keine ausreichende Nahversorgung haben.

Ob sie zu Ostern Fleisch überhaupt noch sehen können, wenn sie im Vorfeld schon so viel damit zu tun hatten? "Am Ostersonntag geht immer noch was", schmunzelt die dreifache Mutter.

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