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Zuletzt aktualisiert: 06.04.2012 um 22:33 UhrKommentare

Ein Datum könnte im Fall Oliver entscheidend sein

Dänischer Vater ist im Vorteil, weil er das Sorgerecht für den Buben offenbar früh genug beantragt hatte. In TV-Interviews räumte er ein: "Bub hat sich erschreckt."

Foto © Privat

Vorerst haben sich die dänischen Behörden im Fall Oliver ja eine Osterruhe verordnet. Erst nächste Woche will man prüfen, wie man mit dem Haftbefehl aus Österreich für den Vater und dem Obsorgestreit der Eltern weiter umgehen soll.

Und da hat Vater Thomas S. die besseren Karten, nicht nur, weil er in seinem Heimatland ja die Alleinobsorge für Oliver besitzt. Entscheidend in dem komplizierten Rechtsstreit dürfte der genaue Zeitpunkt sein, zu dem der Vater das Sorgerechtsverfahren eingeleitet hat - vor oder nach dem 17. Juli 2010, als Marion W. mit dem damals dreijährigen Oliver Dänemark verließ. Davon könnte es abhängen, ob die Verbringung des Kindes nach Österreich rechtens war oder nicht.

Und laut Sonja Toft, Anwältin des Vaters, wurde der Antrag bereits am 2. Juli 2010 - also zwei Wochen vor der Ausreise - eingebracht. Deshalb hat S. auch seine Ex-Freundin angezeigt. Doch das Bezirksgericht in Helsingör befand in einer ersten Anhörung, dass das Verfahren erst am 22. Juli eingeleitet worden sei. Lauf Toft habe das Gericht das aber nachträglich auf den 2. Juli korrigiert. Jenes Datum findet sich zwar auch in dem der Kleinen Zeitung vorliegenden Urteil des Obersten Gerichtshofes in Österreich von 2011, das jedoch das Vorgehen der Mutter für rechtmäßig erklärt.

In TV-Interviews rechtfertigt der Vater unterdessen weiter die "Entführung" Olivers am Dienstag. "Natürlich gab es eine gewisse Dramatik", räumte er ein. Die Mutter sei erschrocken gewesen, dies habe wiederum den Buben erschreckt. "Was passiert da?", habe Oliver gefragt und er es ihm in Ruhe erklärt. Das dänische Fernsehen drehte auch in Graz - unter anderem bei der Kleinen Zeitung - und ließ Marion W. ausführlich zu Wort kommen.

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