26. Dezember 2014, 05:34 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 03.01.2012 um 20:30 UhrKommentare

Künstlerhaus: Kulturbaustelle mit vielen neuen Chancen

Das Grazer Künstlerhaus wird derzeit nicht nur baulich saniert, sondern auch neu strukturiert. Mehrere Vereine und Institutionen haben Interesse bekundet und verschiedenste Konzepte vorgelegt.

Foto © Eder

Die Künstler und Vereine wollen von der Politik ein klares Bekenntnis zur Kunst, mehr Transparenz und mehr Geld. Die Politik will von den Künstlern mehr Mitarbeit, mehr Sparsamkeit und weniger Geraunze. Und so ziemlich alle wollen derzeit das Grazer Künstlerhaus. So weit die aktuelle Situation in der heimischen Kulturlandschaft.

Das Künstlerhaus gilt als einer der schönsten Ausstellungsräume der Stadt. 1952 eröffnet, fanden hier die Dreiländerbiennalen "trigon" statt. Seit 2003 ist das Haus am Burgring eine Abteilung des Universalmuseums Joanneum, die sich mit den fünf Künstlervereinigungen Sezession Graz, Berufsvereinigung bildender Künstler, Steiermärkischer Kunstverein Werkbund, Vereinigung bildender Künstler und Künstlerbund die Ausstellungstermine teilt. Nun wird das Haus bekanntlich baulich saniert, wobei auch es auch zu einer Neuorganisation kommen soll.

Ideenfindung läuft

Im Rahmen der Bauarbeiten hat Kulturlandesrat Christian Buchmann Konzepte gesammelt, wie es mit dem Künstlerhaus weitergehen könnte. Der Landeskulturbeirat sei gerade dabei, eine Expertise darüber zu erstellen, verriet Buchmann im Interview mit der Kleinen Zeitung. Die Konzepte reichen vom autonomen "Künstler*innenhaus" bis zum professionellen Ausstellungshaus samt Kunstakademie.

Die fünf erwähnten Künstlervereinigungen pochen bekanntlich auf ihr "Hausrecht" und wollen "die Flamme der Tradition übernehmen". Die IG Kultur Steiermark wiederum fordert ein offenes "Künstler*innenhaus" ohne Hierarchien. Eva Ursprung von der IG Kultur: "Das Wesentliche an unserem Konzept ist, dass es für alle Künstler der Steiermark offen ist. Der nächste Schritt wäre ein freies Atelierhaus, wo man arbeiten kann."

"Professionelles Ausstellungshaus" gefordert

Ein weiteres Konzept stammt von Margarethe Makovec () und Sandro Droschl (Medienturm). "Die steirische Kunstlandschaft leidet u. a. unter einer überproportionalen Museumslandschaft, einer fehlenden Akademie und einer Unterdotierung des Mittebaus", analysieren die beiden Autoren und fordern ein "professionelles Ausstellungshaus" mit angedockter Kunstakademie. Der Akademiegedanke findet sich auch in anderen Konzepten, etwa der IG Kultur.

Zur Ideenfindung eingeladen wurde auch das Stadtmuseum. Direktor Otto Hochreiter: "Das Künstlerhaus ist ein Haus mit Geschichte und soll auch künftig als Ausstellungshaus nach außen strahlen. Wichtig dabei ist die Kooperation mit regionalen und überregionalen Partnern."

Im Joanneum gibt man sich diplomatisch: "Wir sind für alle sinnvollen Lösungen offen, die der Kunstszene dienen", sagt UMJ-Intendant Peter Pakesch.

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