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Zuletzt aktualisiert: 06.12.2012 um 16:00 UhrKommentare

Jungunternehmer wollen mit Container-Häusern reüssieren

Das Grazer Architekten-Duo baut Frachtcontainer zu flexiblen Niedrigstenergie-Häusern um. Die Wohnfläche der Container-Häuser ist flexibel. Sie kann nach Bedarf erweitert werden.

Foto © ContainMe!

Im Grazer "Science Park", dem Gründerzentrum für Uni- und FH-Absolventen, wurden in den vergangenen zehn Jahren an die 60 Firmen gegründet. Neu an Bord ist das Start-Up "ContainMe" - ein Unternehmen, das sich auf Modulhäuser auf Basis standardisierter Frachtcontainer spezialisiert hat, wie es am Donnerstag bei einer Präsentation hieß.

Klein anfangen und dann wachsen - das ist das Prinzip, das sich hinter den von Michaela Maresch und Gerald Brencic entwickelten Modulhaus auf der Basis von ISO-zertifizierten Frachtcontainern verbirgt: Die metallene Hülle birgt im Innenausbau Materialien wie Lehm, Hanf, Stroh sowie unbehandeltes Holz. Gedämmt wird mittels Vakuumdämmung, die im Vergleich zu herkömmlichen Dämmstoffen nur rund ein Zehntel der Dämmstärke benötigt, um einen Niedrigstenergie-Standard zu erfüllen.

Nach Bedarf erweiterbar

Die Kleinstversion von 48 Quadratmetern Wohnfläche in vier Containern kann auf bis zu 132 Quadratmeter erweitert - oder auch wieder rückgebaut werden, schilderte das Grazer Architekten-Duo. Die Quadratmeterpreise starten bei 1.300 Euro - je nach Ausführung. Den Prototyp soll es ab Frühjahr 2013 zu besichtigen geben. "Wir haben bereits Anfragen für mehr als 600 Module", schilderte Maresch. Die Stadt Graz habe bereits wegen eines sozialen Wohnbaus angeklopft, so die beiden Jungunternehmer, die seit Jänner 2012 vom Science Park unterstützt werden.

Der Sciencepark Graz ist eines von bundesweit acht akademischen Gründungszentren des AplusB-Programms des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie. Junge Akademiker werden dort in einer frühen Phase ihres Gründungsvorhabens mit Beratung und Coaching begleitet, schilderte Geschäftsführer Emmerich Wutschek. Das Angebot reicht vom ersten Check der Unternehmensidee über Unterstützung bei der Erstellung des Firmenkonzeptes bis hin zur Bereitstellung von Büros und Infrastruktur. Die Verweildauer soll nicht mehr als 18 Monate betragen. Die Anschlussbetreuung wird über die Programme der Steirischen Wirtschaftsförderung fortgeführt. Grundvoraussetzung für die Aufnahme sei der "hohe Innovationsgrad" der vorgelegten Unternehmensideen.

Der Science Park Graz stehe für Innovation und spiegle damit die Wirtschaftstrategie der Steiermark bestens wieder, betonte Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (V). Bisher seien mit den Gründungsprojekten des Science Park 384 Arbeitsplätze geschaffen und 42 Patente erteilt worden. Gefördert wird der Science Park von der Österreichischen Forschungsgesellschaft, der steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) sowie neuerdings auch von der Stadt Graz.

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