28. November 2014, 23:58 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 29.06.2012 um 19:49 UhrKommentare

Der Kreislauf macht bei dieser Hitze schlapp

Am Wochenende steigen die Temperaturen auf 36 Grad. Das Rote Kreuz verzeichnet um ein Fünftel mehr Einsätze, Ärzte mahnen, genügend zu trinken. Der Juni war einer der historisch heißesten.

Foto © APA

Der letzte Tag im Juni wird der heißeste. 34 Grad erwarten die Meteorologen am Samstag in Teilen der Steiermark, womit der Höchstwert vom 18. Juni mit 33,4 Grad in Hall bei Admont fallen dürfte. Und damit ist die Hitze noch lange nicht am Ende: Am Sonntag wird es mit bis zu 36 Grad noch heißer, das gesamte Wochenende wird hochsommerlich.

Verantwortlich dafür ist eine Konstellation aus alpinem Föhnwetter und warmen Luftmassen von der Iberischen Halbinsel. "Am heißesten dürfte es in der Südoststeiermark und im Raum Graz werden", sagt Albert Sudy von der Zentralanstalt für Meteorologie (Zamg). "Auch in den Föhngebieten des Ausseerlands und Ennstals sind Spitzenwerte möglich." In der Nacht auf Sonntag ist mit einer Tropennacht zu rechnen. Das heißt, die Temperaturen fallen nicht unter 20 Grad.

Mehr Einsätze

Für Menschen mit schwachem Kreislauf ist das gefährlich. "Zurzeit haben wir um etwa ein Fünftel mehr Einsätze", sagt Jürgen Brunner vom Grazer Roten Kreuz. Grund ist meist Kreislaufversagen. "Die Leute gehen oft in der prallen Mittagssonne herum und trinken viel zu wenig", sagt Brunner. Besonders vorsichtig müssen alte und kranke Menschen sein, deren Herz-Kreislauf-System nicht sehr stabil und deshalb anfällig ist.

Laut Medizinern ließe sich ein Großteil der Kreislaufbeschwerden während Hitzewellen vermeiden, wenn gleichzeitig genug getrunken würde. Gut geeignet sind Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte (siehe Tipps).

Trotz möglicher Beschwerden ist der Wechsel von kühleren zu besonders heißen Tagen und umgekehrt für uns Mitteleuropäer wichtig, wie Biomediziner festgestellt haben. So sind wochenlanger Sonnenschein oder lang anhaltendes Regenwetter für den Organismus nicht förderlich, der auf abwechslungsreiche Witterung programmiert ist.

Insgesamt war der abgelaufene Juni einer der heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen. In Graz war es im Schnitt um zwei Grad zu warm, in Murau und Bad Gleichenberg sogar um drei Grad. Die Südsteiermark und Graz erreichten nur 50 bis 75 Prozent des üblichen Niederschlags, während es in manchen Teilen der Obersteiermark durch die Unwetter beinahe doppelt so viel regnete wie üblich. Den Rekord stellte der Präbichl auf, wo am 21. Juni binnen drei Stunden 60 Millimeter Niederschlag fielen.

TIPPS GEGEN DIE HITZE

Feuchte Tücher helfen

Bei Hitze sollte man sich passiv verhalten: Anstrengungen wie Sport im Freien meiden, Besorgungen nicht in der Mittagszeit erledigen, mindestens zwei Liter am Tag trinken. Es empfehlen sich helle, weite Kleidung und eine Kopfbedeckung. Motorradfahrern legt der ÖAMTC spezielle Sommerbekleidung und kürzere Etappen nahe. Bei "Hitze-opfern": Kleidung öffnen, feuchte Tücher auflegen.

Kein kühles Blondes, aber Salz

Bei heißem Wetter sollte man auf fettes, schweres Essen verzichten. Kühlend wirken Gurken, Paradeiser und Paprika, auch Pastagerichte sind empfehlenswert. Nicht vergessen sollte man Salz, das man beim Schwitzen verliert. Kontraproduktiv ist kaltes Bier. Der Alkohol entzieht Flüssigkeit, zudem lassen uns zu kalte Getränke noch mehr schwitzen. Auch Energydrinks und Kaffee sind nicht förderlich.

Der richtige Sonnenschutz

Wer baden geht, darf nicht auf den Sonnenschutz vergessen. Menschen mit hellerem Hauttyp sollten Cremes mit zumindest Lichtschutzfaktor 30 verwenden - damit verstärkt sich der natürliche Schutz der Haut um das 30-Fache. Menschen mit dunklerer Haut wird Lichtschutzfaktor 20 und aufwärts empfohlen. Auch im Schatten sind die UV-Strahlen der Sonne für ungeschützte Haut schädlich.

So fühlt sich Bello wohl

So ein Fell kann ganz schön heiß werden. Wer seinem Hund selbiges trimmt, sollte darauf achten, dass der Schnitt nicht allzu kurz wird - das Fell hat auch einen gewissen kühlenden Effekt. Collies sollten zum Schutz ihrer Augen vor der Sonne nicht die Stirnfransen entfernt werden. Grundsätzlich gilt: Haustieren genug zu trinken geben und immer für ein Rückzugsgebiet im Schatten sorgen!

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