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Zuletzt aktualisiert: 28.04.2012 um 20:30 UhrKommentare

Neuer Markt mit Planungshürden

Der Unimarkt in Bad Aussee soll umziehen. Die Belegschaft freut sich darauf - rund um den Bau des neuen Gebäudes gibt es aber noch einiges zu klären.

Foto © Huemer

Regina Kronsteiner hat alle Hände voll zu tun. Einer Kundin hilft sie beim Einladen eines Großeinkaufs, dazwischen läutet ständig das Handy. Man kann nämlich auch telefonisch den Einkauf bestellen. "Ja, kein Problem, 30 Bierkisten", notiert sie schnell auf einen Zettel. Der Lieferdienst wird sofort mit der Hauszustellung beauftragt. In all dem Trubel begrüßt sie die meisten Kunden, die ihren Weg kreuzen, namentlich. "Ja, wir sind ein Supermarkt, der so gut wie alles macht", erklärt die umtriebige Geschäftsleiterin mit ihrem zehnköpfigen Team. Kronsteiner führt den Unimarkt in Bad Aussee als Franchisenehmerin. Mit rund 500 Quadratmetern Verkaufsfläche gehört er neben den Filialen der Rewe-Gruppe zu den größten Lebensmittelmärkten der Stadt.

Jetzt will man siedeln. Von der bisherigen Zentrumslage neben dem Kurmittelhaus an die Marktleite, wo seit Jahren das aufgelassene Gebäude von Jugend am Werk als baulicher Schandfleck dahinvegetiert. "Wir freuen uns riesig, denn unser bisher größtes Problem wird dann gelöst: die Parkplatzsituation." Am bisherigen Standort kann nur gebührenpflichtig geparkt werden. "Wir verschenken Münzen, um die Kunden bei Laune zu halten." Außerdem bietet der neue Markt mit knapp 100 Quadratmetern zusätzlicher Verkaufsfläche mehr Platz, 50 Stellflächen sind für Kunden reserviert.

Unstimmigkeiten

Rund um den Neubau - dessen Planung und Umsetzung nicht von der Ausseer Filiale, sondern im Auftrag der übergeordneten Eigentümergruppe Pfeiffer sowie der Baufirma Pletzer betrieben werden, sind noch einige Fragen offen.

Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung in Bad Aussee wurde das Projekt vorgestellt. Ortsbildsachverständiger Friedmund Hueber nahm den Plan auseinander: Der sei wie für einen Supermarkt auf der grünen Wiese gemacht, nicht jedoch, wie es einem städtebaulichen Erscheinungsbild entsprechen muss.

Bürgermeister Otto Marl ließ über das Projekt abstimmen, was vor allem die Opposition misstrauisch machte. "Der Bürgermeister ist selbst Baubehörde, was soll die Causa im Gemeinderat. Da könnten wir auch gleich abstimmen, wie das Wetter morgen werden soll. Das ergibt null Sinn", sind FPÖ und Grüne überzeugt Sie enthielten sich der Stimme bzw. stimmten dagegen.

SPÖ und ÖVP stimmten dafür. "Gestalterische Anpassungen sind aber noch notwendig", heißt es bei der Gemeinde.

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