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Zuletzt aktualisiert: 04.04.2012 um 20:30 UhrKommentare

Verband mit (noch) zehn Gemeinden

Zehn Gemeinden schlossen sich zum Kleinregionsverband Gröbming zusammen. Wie lange es noch zehn bleiben, ist allerdings fraglich, da das Land bei den Gemeindefusionen offenbar immer mehr Druck macht.

Foto © Privat

Dass ein Gemeindeverband nicht vor den - immer entschlossener formulierten - Fusionsforderungen des Landes schützt, ist natürlich auch den Bürgermeistern im Bezirk Liezen längst klar. Weil aber ein solcher Zusammenschluss - Fusion hin oder her - auf alle Fälle Sinn macht, haben sich nun zehn Gemeinden der Region Gröbming entschlossen, in Zukunft noch intensiver zusammenzuarbeiten.

Gröbming, Großsölk, Kleinsölk, Michaelerberg, Mitterberg, Niederöblarn, Öblarn, Pruggern, St. Martin am Grimming und St. Nikolai im Sölktal bilden ab sofort den dritten Kleinregions-Gemeindeverband im Bezirk Liezen. Neben allen Bürgermeistern, die im Vorstand vertreten sind, wurde Albert Holzinger (Großsölk) zum Verbandsobmann bestellt. Sein Stellvertreter ist Alois Guggi (Gröbming), und als Kassier komplettiert Karl Brandner aus Kleinsölk den Vorstand.

Fusionen nicht betroffen

Knapp 9500 Einwohner auf einer Fläche von 528 Quadratkilometern dürfen sich nun ganz offiziell der Kleinregion Gröbming zugehörig fühlen. Wenig wahrscheinlich ist hingegen, dass sich im neuen Verband auch auf längere Sicht zehn Gemeinden befinden. Auf die - vom Land mit Vehemenz eingeforderten - Gemeindezusammenlegungen hat die Verbandsgründung nämlich nicht den geringsten Einfluss.

Die Verhandlungen zwischen Vertretern des Landes und der Gemeinden laufen längst auf Hochtouren, und während viele Ortschefs immer noch wenig Freude mit einer Fusion haben, nimmt der Druck des Landes offenbar merklich zu. Und auch wenn die Verhandlungen noch lange nicht abgeschlossen sind, ist doch schon jetzt einigermaßen klar, wohin die Reise gehen soll. So sollen sich - geht es nach den Vorstellungen des Landes - die drei Sölktalgemeinden Großsölk, Kleinsölk und Sankt Nikolai ebenso zu einer Gemeinde zusammenfinden wie Öblarn und Niederöblarn beziehungsweise Sankt Martin und Mitterberg. In all diesen Fällen soll es bereits Verhandlungen mit Vertretern des Landes gegeben haben. Demnächst werden auch die Nachbargemeinden Michaelerberg und Pruggern an den Verhandlungstisch geladen. Während Pruggern dem Vernehmen nach durchaus für eine Fusion mit dem Nachbarn zu haben ist, soll in Michaelerberg im Sommer das Volk befragt werden, ob man mit Pruggern oder mit Gröbming fusionieren soll.

Großgemeinde Gröbming?

Der Ausgang ist einigermaßen ungewiss, Insider schließen nicht aus, dass am Ende sowohl Pruggern als auch Michaelerberg bei Gröbming landen könnten. Nicht gänzlich ausgeschlossen ist auch, dass sich St. Martin und Mitterberg am Ende des Fusionierungsprozesses ebenfalls in Gröbming wiederfinden, auch wenn sich die Begeisterung für eine solche Großlösung bei einigen der betroffenen Bürgermeister in engen Grenzen halten soll.

Ein entscheidender Punkt bei allem Fusionierungsgesprächen dürften jedenfalls die jeweiligen Gemeindefinanzen beziehungsweise -schulden sein. Da könnte dem Land blühen, dass man auf dem Weg zu den erhofften Einsparungen erst einmal kräftig in die Tasche greifen muss.

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