29. November 2014, 10:47 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 02.04.2012 um 20:30 UhrKommentare

Liezen hat jetzt eine Rapid-Viertelstunde

Unglaubliche Serie von Toren in den letzten Minuten soll auch heute gegen Frohnleiten halten.

FUSSBALL. Wenn die Fans von Grün-Weiß die letzte Viertelstunde einklatschen, muss es sich nicht zwangläufig um Rapid Wien handeln. "Bei uns ist das natürlich die SC-Liezen-Viertelstunde", grinst Manager und Sektionsleiter Werner Rohrer.

Die Ennstaler Fans haben anscheinend den richtigen Dreh heraußen und klatschen immer knapp vor Schluss den Erfolg herbei. Sechs Mal in Serie haben die Liezener in den letzten drei Minuten ins gegnerische Tor getroffen, weiß Pressesprecher Herwig Schüller: zuletzt beim 1:0-Auswärtssieg in Fürstenfeld in der 89. Minute und beim 1:1 gegen Pachern zu Hause überhaupt erst in der 90. Minute.

Dass Trainer Gernot Stradner seine Burschen im Training hart hergenommen hat, zahlt sich jetzt aus. "Sicher haben einige in der Vorbereitung gejammert. Aber nun haben wir die Kraft, dass wir bis zur letzten Minute das volle Tempo gehen können", sagt Stradner. Dazu kommt: "Wenn dir mehrmals kurz vor Schluss ein Tor gelingt, ist das auch mental in den Köpfen der Spieler verankert. Da gelingt zum Schluss mehr als sonst."

Der Nachtrag

Die Ennstaler erwarten heute ohnehin, dass sich Frohnleiten im Nachtragsspiel (Liezen, 19 Uhr) hinten verschanzt - und das nicht nur in den gefährlichen letzten paar Minuten. Stradner: "Frohnleiten wird um die Punkte raufen und es wird ziemlich schwer werden, den Defensiv-Riegel zu knacken." Noch dazu, wo die Liezener auf Erwin Götzenauer und Heinrich Wallner nach jeweils fünf Gelben Karten verzichten müssen.

Manager Werner Rohrer beschwört das Gesetz der Serie: "Dann wären wir zehn Spiele hintereinander ohne Niederlage." Mit einem Sieg würden die Ennstaler auf den fünften Platz, dem erklärten Saisonziel, vorrücken.

Detail am Rande: SC Liezen-Trainer Gernot Stradner ist nicht Rapid-, sondern Sturm-Fan. Der wahrscheinlich glühendste Rapid-Anhänger der Landesliga ist Gernot Eingang - und der ist Manager beim Lokalrivalen ATV Irdning.

Kantersieg von Haus

Ein Blick in die Oberliga Nord: Da gab's gleich zwei Derbys. Haus fertigte Rottenmann mit 4:0 ab, der WSV Liezen und Bad Mitterndorf trennten sich 1:1. GERHARD PLIEM

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