24. November 2014, 16:03 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 27.01.2012 um 20:30 UhrKommentare

Problem B 114: Bürger auf den Barrikaden

Die Zustände auf der B 114 treiben einem Arzt und einem Gastwirt aus Hohentauern die Schweißperlen auf die Stirn: "Die Situation ist brandgefährlich, so kann es nicht weitergehen."

Foto © Privat

In Hohentauern verursachen seit Wochen Lastwagen auf der B 114 zwischen Möderbrugg und Trieben lange Wartezeiten (wir berichteten). Schuld sind unwissende, meist nicht heimische, Kraftfahrzeuglenker, die ohne entsprechende Winterausrüstung über den Triebener Tauern fahren. "Bei uns bleibt jede Woche mindestens ein Lkw hängen. Dann können wir nicht nach Trieben fahren, außer wir würden eine lange Fahrzeit über St. Michael in Kauf nehmen", seufzt der praktische Arzt Nikolaus Höfler, der in der Gemeinde eine Praxis betreibt.

Als aktiver Rot Kreuz-Ortsstellenleiter, Feuerwehrmann und Bergretter ist Höfler meist bei jedem Lkw-Bergungseinsatz dabei. "Die Situation ist brandgefährlich. Wenn ich nur daran denke, dass unsere Kinder mit dem Bus fahren und ihnen ein Lkw in die Quere kommt, stellt es mir die Haare auf", so Höfler.

Freie Bahn

Besonders hart trifft es ihn als Arzt. Schließlich muss er mehrmals in der Woche nach Trieben zu Patienten fahren. Das funktioniert aber nur bei freier Bahn. "Ich bin schon sehr oft herumgefahren und habe Stunden gebraucht", berichtet er. Mehrere Anfragen hat Höfler schon an die Bezirkshauptmannschaft Judenburg gerichtet. Auch Gespräche mit dem Triebener Bezirkshauptmann haben nichts geholfen.

Nachdem Bürgermeister Heinz Wilding mehrmals beim Land Steiermark wegen der Verkehrsproblematik angeklopft hat, scheint sich nun auch im Büro von Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann etwas zu tun. "Der Bürgermeister ist an uns herangetreten und hat die Situation geschildert. Wenn es so schlimm ist, dass Ärzte nicht mehr durchkommen, besteht selbstverständlich Handlungsbedarf", heißt es aus dem Büro Kurzmann.

Überprüfung

Man werde deswegen alle Möglichkeiten nochmals genau überprüfen und so rasch wie möglich handeln. Ein nächstes Gespräch steht Heinz Wilding in dieser Causa am 6. Februar beim Land Steiermark in Graz bevor. "Ich werde auf jeden Fall nicht aufgeben", so der Ortschef.

Auf Besserung hofft besonders Arzt Nikolaus Höfler. "Es kann so nicht weitergehen", sagt er. Unterstützung bekommt der Allgemeinmediziner von Gastwirt Georg Kandler, der direkt neben der Bundesstraße die Pension "Berghof" betreibt. "Das Problem ist auch, dass die Schneeräumung nicht richtig funktioniert", sagt er. Höfler: "Ich habe Angst um alle Schulkinder und Pendler, die über den Tauern nach Trieben fahren müssen. Wahrscheinlich werden die Verantwortlichen erst etwas unternehmen, wenn jemand zu Schaden gekommen ist." Eine Großdemo im Herbst von geplagten Anrainern verhallte ungehört.

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