Zuletzt aktualisiert: 19.12.2012 um 20:01 UhrKommentare

Der Ärztekammer droht nun eine Zerreißprobe

Nach angeblichem "Skandal" schlagen Beschuldigte zurück./ Neue Kages-Chefs fix./ GKK und Rotes Kreuz auf Kriegsfuß.

Foto © Kanizaj

Wie vorab gemeldet, werden Ernst Fartek und Karlheinz Tscheliessnigg am Donnerstag vom Land als neue Kages-Vorstände (ab April 2013) bestellt. Für Tscheliessnigg dürfte es ein "vorgezogenes Christkind" sein: Der pensionierte Chirurgiechef feiert am 24. Dezember 66. Geburtstag. "Ein Profi mit Erfahrung", streut ihm Spitalslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) Rosen.

Ärztekammer

Die steirische Ärztekammer kommt nicht zur Ruhe. Ursache: Jener "Skandal" - wir berichteten bereits im Oktober über die Hintergründe -, der sich letztlich in Luft auflöste. So kam in der Kammer der Verdacht auf, dass es bei der Veranlagung von Pensionsgeldern zu verbotenen Provisionszahlungen gekommen sei. Die Ärztekammer-Spitze wurde von einem externen Informanten über die angeblichen Verfehlungen in Kenntnis gesetzt - und brachte dies zu einer Anzeige. Mehrere Mitarbeiter wurden suspendiert; ehemalige Kammerfunktionäre in den anonymen Verdächtigungen ebenso belastet.

Nach kurzen Ermittlungen wurden alle Verfahren eingestellt und die Verdächtigungen für falsch erklärt. In der Ärztekammer hieß es, man habe so handeln müssen, da die Vorwürfe so plausibel geklungen hätten. Aber mit dieser Erklärung wollen sich einige fälschlich Beschuldigte nicht zufriedengeben: Eine Unterlassungserklärung eines ehemaligen, fälschlich Beschuldigten ist jetzt bei der Kammer eingetroffen - samt Forderung, dass sich Präsident Herwig Lindner entschuldigen soll. Der fälschlich Beschuldigte fordert sogar ein, dass er diese Unterlassungs- und Widerrufserklärung jederzeit veröffentlichen kann. Dem Vernehmen nach sind weitere rechtliche Schritte der fälschlich Beschuldigten in Vorbereitung. Der Ärztekammer könnte eine innere Zerreißprobe bevorstehen.

Krankentransporttarife

Das schaut nicht nach Einigung aus: Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer reagiere "völlig abgehoben und verantwortungslos", ätzt GKK-Obmann Josef Pesserl. "Das Angebot der Gebietskrankenkasse ist für uns inakzeptabel", kontert Schöpfer. Die gestrige Gesprächsrunde zur Anpassung der Krankentransporttarife endete mit gegenseitigen Schuldzuweisungen. Die Rettung wirft der Krankenkasse vor, ihre Überschüsse auf dem Rücken der Patienten zu erwirtschaften, Pesserl hingegen sieht es nicht als Aufgabe der Kasse, "eine effiziente Unternehmensführung des Roten Kreuzes sicherzustellen". Die Verhandlungstür wollen beide Parteien offen lassen, Schöpfer jedoch kündigte Aktionen ab Jänner an. Streiks schließt er aus.

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