Zuletzt aktualisiert: 17.08.2012 um 19:59 UhrKommentare

Mann jagte vermeintliche Einbrecher

Nach wilder Verfolgungsjagd bedrohte ein 20-Jähriger drei mutmaßliche Einbrecher mit dem Gewehr. Tatsächlich hatten die Jugendlichen aber nur das Wochenendhaus des Onkels besichtigt.

Foto © Gernot Eder

Fast 30 Kilometer weit verfolgten ein 20-jähriger Obersteirer und ein gleichaltriger Begleiter drei Jugendliche. Die beiden hatten das Trio für Einbrecher gehalten, gestoppt und mit einem Gewehr bedroht. Nun sitzt der Haupttäter in Haft.

Ein 19-Jähriger besichtigte am Donnerstag kurz vor Mitternacht mit zwei Freunden - 17 und 18 Jahre alt - im Gagraungraben in Pernegg das Wochenendhaus seines Onkels. "Dort wollten sie von Samstag auf Sonntag nächtigen", so ein Beamter der Polizeiinspektion Bruck an der Mur.

Dem Duo, das in einem nahegelegenen Wochenendhaus war, kam das komisch vor. Die beiden hielten die Unbekannten für Einbrecher. Deshalb stellte sich der 20-Jährige auf die Forststraße, um das Trio am Wegfahren zu hindern. Als der 19-Jährige sah, dass der Mann mit einem Gewehr bewaffnet ist, fuhr er aber davon.

Daraus entstand eine wilde Verfolgungsjagd: Denn anstatt die Polizei zu alarmieren und seinen Verdacht zu äußern, setzte sich der 20-Jährige ans Steuer seines Autos und verfolgte mit seinem Begleiter das Trio: von Pernegg über Mautstatt nach Breitenau am Hochlantsch und zurück bis nach Bruck. Über 29 Kilometer ging die Verfolgungsjagd.

Auf der Murbrücke der L 104 in Pernegg setzte der 20-Jährige plötzlich zum Überholmanöver an und stellte sich vor dem Auto des 19-Jährigen quer. Mit seinem Flobertgewehr im Anschlag stieg er aus und bedrohte die drei Fahrzeuginsassen. "Die Jugendlichen waren wirklich erschüttert", so der Beamte. Sie konnten aber flüchten und riefen die Polizei.

Eine zivile Streife nahm die Verfolgung des 20-Jährigen auf, der von dem Trio noch immer nicht abließ. Bald bemerkte er aber, dass auch er verfolgt wird. "Da hat er selbst die Polizei gerufen und gesagt, dass er Jugendliche verfolgt, die Einbrecher sein könnten. Das war aber eher eine Scheinanzeige", glaubt der Polizist. In Bruck überwältigten die Beamten den 20-jährigen Lenker an einer roten Ampel. Er wurde wegen schwerer Nötigung in die Justizanstalt Leoben gebracht. Sein Komplize wurde angezeigt.

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