24. November 2014, 18:57 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 08.08.2012 um 20:57 UhrKommentare

Murecker Schiffsmühle wartet auf Geldgeber

Der Pegelstand der Mur ist zwar zurückgegangen, eine rasche Bergung gekenterten Schiffsmühle ist aber nicht in Sicht. Für die Hebung fehlt noch das Geld. Der Katastrophenschutz winkt ab, Bundesheer rückt nur gegen Entgelt an.

Was die Kleine Zeitung letzte Woche exklusiv berichtete, scheint nach einem Runden Tisch zwischen Eigentümer Günter Zach, Stadtgemeinde Mureck und Landtagsabgeordnetem Anton Gangl so gut wie fix: Sollte die Ende Juli zum vierten Mal in der Mur versunkene Murecker Schiffsmühle tatsächlich geborgen werden, wird sie wohl nicht mehr zu Wasser gelassen.

"Ich kann mir eine Lösung vorstellen, bei der ein Teil der Mühle an Land steht und der Rest als begehbarer Balkon über die Mur hinausragt", spricht Günter Zach von einem guten Kompromiss. Damit sei gewährleistet, dass die "Bartholomäus Lorber" nicht mehr untergeht, ihr Charakter als Schiffsmühle aber erhalten bleibt. "Mureck ohne Schiffsmühle ist wie Graz ohne Uhrturm oder Riegersburg ohne Burg. Wir haben jedes Jahr mehr als 20.000 Besucher", hofft Zach vor allem bei der Bergung auf finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand.

Von der Katastrophenschutzabteilung des Landes sind aber keine Gelder zu erwarten: "Meiner Meinung nach handelt es sich hier um einen reinen Privatschaden. Wir haben keine Katastrophe festgestellt und es besteht auch nicht Gefahr im Verzug", erklärt Abteilungsleiter Kurt Kalcher.

Auch das Bundesheer scheidet zumindest als kostenlose Bergungstruppe aus, weil es sich um keinen Assistenzeinsatz nach einem Katastrophenfall handelt. Vorstellbar ist laut Christian Fiedler vom Militärkommando Steiermark aber eine Unterstützungsleistung auf entgeltlicher Basis: "So wurde es auch beim letzten Untergang 2006 gehandhabt, als die Schiffsmühle ohne Zufügen weiterer Schäden von Bundesheer-Pionieren geborgen werden konnte." Allein der Bundesheer-Einsatz verursachte damals Kosten von knapp 90.000 Euro. Wegen des öffentlichen Interesses wurden letztlich 50.000 Euro in Rechnung gestellt.

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