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Zuletzt aktualisiert: 09.06.2012 um 06:02 UhrKommentare

Neuer Herr für altes Schloss gesucht

Der Konkurs der bisherigen Besitzerin macht den Verkauf von Schloss Hainfeld in Leitersdorf bei Feldbach notwendig.

Foto © KK

"Für mich als Alleinkämpferin war es aufgrund der Größe und des Verfalls nicht mehr zu schaffen, Schloss Hainfeld in meinem Besitz zu behalten. Allein die Betriebskosten des Schlosses liegen weit über dem, was sich ein normal verdienender Mensch leisten kann", sagt Annabella Dietz. Ihr ist anzumerken, dass ihr die Trennung vom geschichtsträchtigen Anwesen vor den Toren der Stadt Feldbach sehr schwer fällt. Obwohl Dietz, beruflich als Projektmanagerin in Wien tätig, in den letzten Jahren alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel in den rund 70 Gemächer, Kirche und riesigen Innenhof umfassenden Vierkanter steckte, sei ein Konkurs nicht abwendbar gewesen. Dietz: "Ich hatte in den vergangenen zwei Jahren denkbar schlechte Rahmenbedingungen. Dennoch habe ich bis zuletzt gekämpft, um Geld aufzustellen."

Laut Franz Blantz vom Alpenländischen Kreditorenverband betragen die Verbindlichkeiten rund eine Million Euro, wovon 670.000 Euro grundbücherlich besichert seien. "Nach einer Bewertung aus dem Jahr 2010 soll das Schloss zwei Millionen Euro wert sein. Wegen des hohen Renovierungsbedarfs ist die Erstellung eines Gutachtens aber sehr schwer", so Blantz, der zunächst Kaufanbote abwarten möchte, aber auch vom Vorliegen eines Sanierungsplans mit 20-Prozent-Quote berichtet.

Auf baldige Angebote seriöser Interessenten hofft auch Noch- Schlossherrin Dietz: "Ich sehe im Verkauf eine Chance, Schloss Hainfeld wieder eine Zukunft zu eröffnen und wünsche den neuen Eigentümern das Beste." Weil aber wohl selbst finanzkräftige künftige Eigentümer mit der Sanierung überfordert wären, hält Dietz eine entsprechende Unterstützung durch die öffentliche Hand für unabdingbar: "Ich schätze den Kapitalbedarf für die Sanierung auf zwölf bis 15 Millionen Euro, dazu kommen noch 100.000 Euro jährliche Betriebskosten. Ich sehe daher Land oder Bund gefordert, damit dieses Denkmal, das doch hohe historische Relevanz hat, erhalten bleiben kann." Ihr schwebt nach wie vor eine kulturelle Nutzung vor: "Schlimm wäre, wenn jemand es kauft und Wohnungen oder ein Hotel hineinbaut."

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