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Zuletzt aktualisiert: 03.03.2013 um 19:42 UhrKommentare

Die zweitbeste WM aller Zeiten

Für Österreich war die Nordische Ski-WM in Val di Fiemme mit siebenmal Edelmetall die zweiterfolgreichste Weltmeisterschaft der Geschichte. Die Nordischen Titelkämpfe im Rückspiegel - von Chiara Hölzl über Mario Stecher bis zum Skisprung-Reglement.

Foto © GEPA

Die 49. Nordische Ski-Weltmeisterschaft ist Geschichte. Und während in Val di Fiemme Fahnen und Plakate eingerollt werden und das Alltagsleben wieder Einzug hält, sind im schwedischen Falun, wo in zwei Jahren nach 1954, 1974 und 1993 zum vierten Mal um Edelmetall gekämpft wird, die Vorbereitungen längst ins Rollen gekommen. Trotzdem sei noch ein kurzer Blick in den Rückspiegel gestattet - hier die Benotung für die WM im Fleimstal.

Plus

Das Königspaar: Sie waren die herausragenden Athleten dieser WM: Norwegens Marit Björgen holte in Lago di Tesero vier Gold- und eine Silber-Medaille. Die 32-Jährige hält damit bei zwölf WM-Titeln - noch zwei und sie zieht mit Rekordhalterin Jelena Wälbe gleich. Zum erfolgreichsten Sportler krönte sich Frankreichs Kombinierer-Ass Jason Lamy-Chappuis mit dreimal Gold und einmal Silber.

Die Österreicher: Mit sieben Medaillen (einmal Gold, fünfmal Silber, einmal Bronze) feierte die 25-köpfige ÖSV-Mannschaft das zweitbeste WM-Ergebnis der Geschichte nach Oslo 2011 (zehnmal Edelmetall). Erfolgreichster rot-weiß-roter Athlet wurde Gregor Schlierenzauer mit einmal Gold und zweimal Silber.

Die Aufsteiger: Österreich durfte über einige positive Überraschungen jubeln. Die erst 15-jährige Chiara Hölzl setzte als jüngste Medaillen-Gewinnerin der nordischen ÖSV-Geschichte (Silber im Mixed-Bewerb) ein Ausrufezeichen. Springer Manuel Fettner hinterließ mit seiner Ein-Ski-Landung den bleibendsten Eindruck bei dieser WM. Und die Langläufer Johannes Dürr und Teresa Stadlober gaben ein positives Versprechen für die rot-weiß-rote Langlauf-Zukunft ab.

Das Comeback: Eigentlich wollte er nach einer im Jänner erlittenen Knieverletzung die Karriere beenden, dann lief Mario Stecher im Einzel-Bewerb sensationell zu Silber. Auch mit der Kritik an seinem Ausrüster Fischer (inklusive Rausschmiss) sorgte der 35-jährige Routinier für den WM-Paukenschlag.

Minus

Die Veranstalter: Dass Val di Fiemme nicht Oslo ist, war klar. Und daher kann man der Stimmung unterm Strich durchaus ein Plus geben. Ebenso positiv: Land, Leute und Wetter. Letzteres servierte eine tolle Winterlandschaft und am Ende noch viel Sonnenschein.

Das Programm: Die Ansetzung der einzelnen Wettbewerbe sorgte für viele Fragezeichen. Während an drei aufeinanderfolgenden Tagen nur je ein Langlauf-Bewerb über die Bühne ging, kam es zwischen Kombinierer- und Skisprung-Wettkämpfen stets zu Überschneidungen.

Die Gastgeber: Ein ganz bitteres Erwachen für das Gastgeberland Italien. Die einstige Langlauf-Großnation blieb wie schon bei der letzten Weltmeisterschaft vor eigenem Publikum (2003 ebenfalls in Val di Fiemme) erneut bei ihrer Heim-WM ohne Medaille.

Das Reglement: Windpunkte und Anlaufverkürzungen (inklusive Gate-Punkten) machen das Skispringen für die Fans im Stadion nur schwer nachvollziehbar. Dass Norwegens Mannschaft wegen eines Rechenfehlers irrtümlich Silber bekam, war der negative Höhepunkt.

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