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Zuletzt aktualisiert: 04.01.2013 um 17:57 UhrKommentare

"Schlieri" holt Gesamt-Führung

Gregor Schlierenzauer sprang am Bergisel zu seinem ersten Sieg in der laufenden Vierschanzen-Tournee nach zwei zweiten Plätzen. Damit holte sich der Tiroler auch die Gesamtführung vor Jacobsen.

Foto © AP

Das Blatt hat sich gewendet. Auf seinem Heim-Bakken in Innsbruck ließ Gregor Schlierenzauer vor 22.000 Fans nicht nur die Grand-Slam-Träume von Anders Jacobsen platzten. Nein, der Titelverteidiger übernahm von dem Norweger (der landete nach einem verpatzten zweiten Sprung nur auf Platz sieben) mit einem überlegenen Sieg auch vor dem Tournee-Finale am Sonntag in Bischofshofen mit 10,7 Punkten Vorsprung die Führung in der Gesamtwertung. Für den Stubaier, der am Montag seinen 23. Geburtstag feiert, war es nach 2010 der zweite Sieg am Bergisel, der achte Tournee-Tagessieg und der 44. Triumph seiner einzigartigen Karriere.

Erinnerungen

Der nun bevorstehende Tournee-Showdown zwischen Schlierenzauer und Jacobsen ist aber nicht der erste in der Geschichte. Beim 55. Schanzen-Spektakel 2006/07 kreuzten die "Überflieger" erstmals ihre Springer-Latten - und damals hatte der Norweger das bessere Ende für sich. Mit dem Sieg in Oberstdorf und Platz vier in Garmisch (Jacobsen hatte zu diesem Zeitpunkt die Ränge vier und fünf eingeflogen) reiste Debütant Schlierenzauer zum Bergisel, wo allerdings alles anders kam, als erhofft.

Jacobsen gewann in Innsbruck, Schlierenzauer kam über einen elften Platz nicht hinaus. und verlor gleich 37,7 Punkte. Zuviel, den auch ein weiterer Sieg in Bischofshofen half dem Tiroler nichts mehr - Jacobsen landete im Pongau auf Platz zwei und hatte in der Endabrechnung 17,3 Punkte Vorsprung. "Wir waren beide damals Newcomer im Weltcup und wussten nicht, wie man mit dem Gewinnen umgehen soll. Das war definitiv nicht leicht", erinnert sich Schlierenzauer zurück.

Die 61. Tournee könnte nun aber zum Spiegel der Geschichte werden. Was allerdings für Jacobsen spricht: 66 Prozent jener Springer, die nach Garmisch die Gesamtwertung angeführt haben, hatten dann auch bei der Endabrechnung in Bischofshofen die Nase vorne. Und der 27-jährige "Wikinger" gibt sich auch kämpferisch: "Ich werde den heutigen Tag so schnell wie möglich vergessen und nochmals voll angreifen. 10,7 Punkte Rückstand - das kann man bereits mit einem Sprung wettmachen", spart Jacobsen nicht mit einer drohenden Kampfansage.

Noch kurz zu den übrigen Österreichern. Mit Martin Koch als Zehnten kam am Bergisel nur ein weiterer "Adler" in die Top 10, im Gesamtklassement ist derzeit Manuel Fettner als zweitbester Österreicher nur Elfter. Da wartet auf Cheftrainer Alex Pointner noch jede Menge Arbeit.

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Schaden ist geflickt

  • Nachdem in der Silvesternacht am Ende des Schanzenvorbaus ein Bereich beschädigt worden war, melden die Verantwortlichen aus Bischofshofen, dass wieder alles geflickt ist. So steht dem Showdown im Pongau nichts mehr im Weg. Die Prognose sagt wechselhaftes und nicht zu kaltes Wetter voraus, die Qualifikation startet am Samstag um 16.15 Uhr.

"Schlieri" im Interview

Tournee-Wertung

    • 1. G. Schlierenzauer (AUT) 827,5
    • 2. Anders Jacobsen (NOR) 816,8
    • 3. Tom Hilde (NOR) 778,3
    • 4. Severin Freund (GER) 777,1
    • 5. Anders Bardal (NOR) 769,5
    • 11. Manuel Fettner (AUT) 741,2
    • 19. Wolfgang Loitzl (AUT) 602,4
    • 20. Andreas Kofler (AUT) 601,3
    • 22. T. Morgenstern (AUT) 594,0
    • 35. M. Hayböck (AUT) 462,2
    • 37. Martin Koch (AUT) 453,8
    • 50. Stefan Kraft (AUT) 218,9

Endergebnis in Innsbruck

    • 1. G. Schlierenzauer (AUT)
    • 2. Kamil Stoch (POL)
    • 3. Anders Bardal (NOR)
    • 4. Severin Freund (GER)
    • 5. Peter Prevc (SLO)
    • 6. Tom Hilde (NOR)
    • 7. Anders Jacobsen (NOR)
    • 8. Lukas Hlava (CZE)
    • 9. Maciej Kot (POL)
    • 10. Martin Koch (AUT)
    • 15. M. Hayböck (AUT)
    • 17. Manuel Fettner (AUT)
    • 18. T. Morgenstern (AUT)
    • 19. Wolfgang Loitzl (AUT)
    • 23. Stefan Kraft (AUT)
    • 24. Andreas Kofler (AUT)

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