Der Österreichische Skiverband (ÖSV) wird sich mit Saalbach-Hinterglemm um alpine Ski-Weltmeisterschaften bewerben. Die ÖSV-Präsidentenkonferenz gab dem Salzburger Skiort bei einer Sitzung am Donnerstagnachmittag in Innsbruck den Vorzug vor St. Anton am Arlberg. Ob sich der ÖSV mit Saalbach-Hinterglemm um die WM 2023 oder erst später bewerben wird, steht aber noch nicht fest.

"Zunächst möchte ich festhalten, dass sowohl die Bewerbung von Saalbach-Hinterglemm als auch jene von St. Anton am Arlberg absolut überzeugt haben. Die Präsidentenkonferenz hat sich heute dafür entschieden, mit Saalbach-Hinterglemm in die internationale Bewerbung zu gehen. Nachdem wir gesehen haben, mit welcher Akribie die interne Kandidatur vorbereitet wurde und welches Veranstaltungs-Know-how bei den Verantwortlichen vorhanden ist, sind wir davon überzeugt, mit der Region Saalbach-Hinterglemm auch im internationalen Vergleich bestehen zu können", erklärte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel im Anschluss an die Präsidentenkonferenz.

In Saalbach-Hinterglemm war die WM 1991 in Szene gegangen, St. Anton war 2001 Gastgeber gewesen. Der ÖSV war zuletzt 2013 in Schladming Alpin-WM-Veranstalter. Sollte Saalbach-Hinterglemm den Zuschlag erhalten, dann würden zum bereits zehnten Mal alpine Ski-Weltmeisterschaften in Österreich stattfinden. Der Skiort im Pinzgau rechnet mit einem Budget für die Großveranstaltung von 40 Millionen Euro. 16 Millionen würde das Land Salzburg zur Verfügung stellen, diesen Betrag soll auch der Bund zuschießen.

Die WM 2017 wird in St. Moritz (Schweiz) in Szene gehen, jene 2019 in Aare (Schweden). Cortina d'Ampezzo (Italien) ist nach zuletzt vier gescheiterten Bewerbungen der einzige Kandidat für 2021, die offizielle Vergabe erfolgt im Juni 2016 beim 50. FIS-Kongress in Cancun (Mexiko). Die WM 2023 wird erst in drei Jahren vergeben.