27. November 2014, 04:03 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 24.02.2013 um 13:57 UhrKommentare

Hirscher carvt wieder aufs Podest

Österreichs gesundheitlich angeschlagener Topstar Marcel Hirscher landete beim RTL von Garmisch-Partenkirchen auf Rang zwei. Der Sieg ging an den Franzosen Alexis Pinturault, Dritter wurde Ted Ligety.

Foto © GEPA

Alexis Pinturault hat am Sonntag die beiden Riesentorlauf-Giganten Marcel Hirscher und Ted Ligety besiegt. Der Franzose gewann in Garmisch-Partenkirchen in überlegener Manier, der Salzburger Gesamt-Weltcup-Sieger Hirscher wurde Zweiter (0,60 Sekunden), US-Weltmeister Ligety Dritter (0,63). Mit seinem bereits 14. Podestplatz im laufenden Weltcup-Winter baute Hirscher seine Führung im Weltcup auf 209 Punkte aus.

"Jetzt schaut es ganz gut aus. Ich habe heute, glaube ich, ganz wichtige Punkte geholt. Ich muss konstant bleiben, dann ist alles möglich", meinte Hirscher, der nach einer Magen-Darm-Erkrankung "zu 99 Prozent" fit war, zur Ausgangslage. Hirschers schärfster Herausforderer Svindal zeigte aber mit Rang sechs ebenfalls eine starke Riesentorlauf-Darbietung.

Und nun ist Svindal am Ball. Denn der Weltcup-Tross übersiedelt in Svindals Heimat Norwegen, und in Kvitfjell steht ein Speed-Doppelpack mit einem Super-G am Samstag und einer Abfahrt am Sonntag auf dem Programm. Für Hirscher, der nicht nach Kvitfjell reist, wird es dann wieder am 9. und 10. März mit einem Riesentorlauf und einem Slalom in Kranjska Gora ernst.

Am Samstagabend hatte Hirschers Start sogar noch gewackelt. Doch ein Tipp seines deutschen Freundes Felix Neureuther, der in Garmisch daheim ist, brachte noch die Wende. "Felix hat mir seinen Spezialisten empfohlen. Und der hat mich mit Osteopathie behandelt, so war ich heute bei Kräften. Irgendwie kann ich aber gar nicht glauben, dass ich Zweiter geworden bin", berichtete Hirscher.

Akku aufladen

Die Nachwehen der substanzraubenden Heim-WM sind beim 23-jährigen ÖSV-Star nicht zu übersehen. "Ich fühle mich bescheiden. Die Kraft geht mir nicht aus, aber ich bin sicher schon mit mehr Freude und Euphorie bei der Sache gewesen. Ich habe alles in die WM investiert." Bis Kranjska Gora will Hirscher nun den Akku aufladen. "Jetzt freue ich mich auf die nächsten zwei Wochen, wenn ich mich erholen kann. Dann möchte ich wieder voll angreifen."

Im Gegensatz zu Hirscher ist Pinturault bei der WM in Schladming leer ausgegangen. Dafür durfte sich der 21-Jährige nun in Garmisch über seinen vierten Weltcup-Sieg freuen, im Riesentorlauf war es überhaupt sein Erster. "Leider hab ich die WM-Medaille verfehlt. Aber ich wollte mit Vollgas weitermachen, dieser Sieg heute war sehr wichtig für mich", meinte Pinturault.

Der am Sonntag drittplatzierte Ligety hat im Riesentorlauf-Weltcup weiter recht deutlich die Nase vorne. Zwei Rennen vor dem Ende hat der US-Amerikaner 105 Punkte mehr als Hirscher auf dem Konto.

Lokalmatador Neureuther war auf dem besten Weg, deutsche Skigeschichte zu schreiben. Als er zur Halbzeit führte, wurden bereits die Ski-Geschichtsbücher aufgeschlagen, denn der erste und bisher einzige Riesentorlauf-Sieg eines Deutschen gelang Max Rieger vor fast genau 40 Jahren am 2. März 1973 in Mont Sainte-Anne. Im Finale fiel Neureuther dann aber auf Rang zwölf zurück.

"Mir ist leider an der dümmsten Stelle ein blöder Fehler passiert. Das ärgert mich schon sehr, aber das hilft eh nichts. Ich hab zumindest gezeigt, dass ich auch im Riesentorlauf ganz vorne mitfahren kann", erklärte der Deutsche, der vor einer Woche im WM-Slalom-Spektakel Silber hinter Hirscher geholt hatte.

Zweitbester Österreicher war Philipp Schörghofer als Achter, Marcel Mathis folgte auf Rang neun. Punkte gab es auch für Christoph Nösig (20.), ausgeschieden sind hingegen Hannes Reichelt, Benjamin Raich und Matthias Mayer.

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Bonadimann gewann WM-Gold

  • Philipp Bonadimann hat am Sonntag bei der Ski-WM der Behindertensportler in La Molina Gold im Slalom gewonnen. Der Vorarlberger setzte sich in der Klasse Herren sitzend vor dem Japaner Taiki Morii und seinem Landsmann Dietmar Dorn durch. Für Bonadimann war es die erste WM-Einzelmedaille.

    Die Niederösterreicherin Claudia Lösch, Super-G-Weltmeisterin sitzend, schied nach Rang zwei im ersten Durchgang im zweiten Lauf aus. Der Salzburger Matthias Lanzinger war aufgrund eines grippalen Infekts nicht am Start.

Endstand

    • 1. Alexis Pinturault (FRA)
    • 2. Marcel Hirscher (AUT)
    • 3. Ted Ligety (USA)
    • 4. Marcus Sandell (FIN)
    • 5. Manfred Mölgg (ITA)
    • 6. Aksel Lund Svindal (NOR)
    • 7. Steve Missillier (FRA)
    • 8. Philipp Schörghofer (AUT)
    • 9. Marcel Mathis (AUT)
    • 20. Christoph Nösig (AUT)

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