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Zuletzt aktualisiert: 14.02.2013 um 19:31 UhrKommentare

Sorge um Hirscher nach Rückenverletzung im Training

ÖSV-Medaillenhoffung Marcel Hirscher erlitt beim Training eine Lendenwirbel-Zerrung. Herrenchef Mathias Berthold entwarnte: "Marcel wird fit sein." An der Startnummernauslosung nahm er nicht teil.

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Marcel Hirscher hat nach einer im Training erlittenen Rückenblessur am Donnerstagabend nicht an der Startnummernauslosung für den WM-Riesentorlauf am Freitag in Schladming (10.00/13.30 Uhr) teilgenommen. Österreichs große Medaillenhoffnung in den beiden abschließenden WM-Bewerben hat sich im Abschlusstraining einen Lendenwirbel verrissen und musste deshalb physiotherapeutisch behandelt werden.

"Es ist nichts dramatisches. Ab und zu schießt es halt ein", erklärte ÖSV-Herrenchef Mathias Berthold und erklärte das Fernbleiben Hirschers als reine Vorsichtsmaßnahme. "Das Herumstehen in der Kälte wäre nicht gut für ihn gewesen. Marcel wird fit sein." Hirscher hatte im Gegensatz zu seinen auf der Reiteralm trainierenden Teamkollegen am Donnerstag den Nachbarort Haus als Trainingsort gewählt und dort mit Slalomchef Michael Pircher geübt. "Er wollte noch etwas im Steilen probieren", klärte Trainer Andreas Puelacher auf.

"Ich sehe kein Problem"

Auch der Chef der RTL/Kombigruppe sah trotz der unangenehmen Situation am Vorabend eines WM-Rennens kein Problem. "So etwas passiert ja öfters. Unsere Therapeuten haben das voll im Griff. Ich sehe überhaupt kein Problem", sagt der ÖSV-Coach, der den ersten Riesentorlauf-Durchgang setzt, dies aber aus Pistengründen erst am Freitagfrüh tun durfte.

"Ich hoffe, es wird ein Lauf für uns", sagte Puelacher schmunzelnd. Der Kurs werde fair sein, betonte der Coach, machte aber kein Geheimnis daraus, dass man mit der Kurssetzung US-Topfavorit Ted Ligety ins Handwerk pfuschen möchte. "Ich werde sicher keinen Torabstand von 30 Metern setzen. Ligety ist auf einem rhythmischen und gleichmäßigen Kurs einfach besser", betonte Puelacher.

Vielmehr soll es einen variablen Kurs mit wechselnden Torabständen zwischen 26 und 23 Metern geben. "Flüssige Teile werden in drehende übergehen", hat sich Puelacher vorgenommen, den "Heimvorteil" so gut wie möglich auszunutzen. Vorsicht sei aber wegen der vielen Wellen auf der Strecke gegeben. "Hier muss ich das Gelände so einberechnen, dass ich die Wellen richtig treffe und mir nicht selbst ein Haxl stelle."

Neben den Wellen ist vor allem das Eis längst ein Merkmal der Planai-WM-Pisten. Allerdings wird immer deutlicher, dass viele Fahrer und Serviceleute dieses vermeintliche Blankeis "überschätzt" haben. Benjamin Raich hatte nach dem Einfädler im Kombislalom "keine optimale Abstimmung" beklagt. "Er hatte viel zu scharfe Ski, hat keinen Schwung zusammengebracht", hatte ÖSV-Alpindirektor Hans Pum schon damals sofort bemerkt.

Warum dem so ist, wusste auch Puelacher nicht genau. "Es schaut total eisig aus, aber mit den heutigen Ski hast du genug Grip", sagte Puelacher, der das Raich-Malheur bestätigte. "Wir Trainer haben schon bei der Besichtigung gesagt, dass es nicht so schlimm ist wie alle denken. Als es bei der Abfahrt so kalt geworden ist, haben wir alle gedacht, dass sich das jetzt zu einem brutalen Eis entwickelt. Es war dann nicht so."

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