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Zuletzt aktualisiert: 19.01.2012 um 10:29 UhrKommentare

Zielschuss: Ruhe vor dem Sturm auf die Streif

Kitzbühel steckt in den letzten Hahnenkamm-Vorbereitungen. Das Kitz-Wochenende lockt alljährlich nicht nur heimische und internationale Stars und Tausende Besucher, sondern kurbelt die Wirtschaft mächtig an.

Kaum Touristen, leere Straßen und geschlossene Getränkestände: Bei einem Rundgang durch die Kitzbüheler Innenstadt Mittwochabend gab es nur wenige Anzeichen dafür, dass die wichtigste Veranstaltung für die gesamte Region vor der Tür steht. Denn das Hahnenkamm-Wochenende lockt alljährlich nicht nur heimische und internationale Stars und Tausende Besucher, sondern kurbelt die Wirtschaft mächtig an. "Eine Studie schätzt den Umsatz an diesem Wochenende in der gesamten Region auf 36 bis 38 Millionen Euro", erklärte der Chef des Kitzbüheler Tourismusverbands, Peter Marko, im APA-Gespräch. Während es sich traditionell bis zum Mittwoch in der Gamsstadt noch sehr ruhig gestalte, sei ab Freitag "in der gesamten Umgebung kein Bett mehr verfügbar". Abhängig vom Wetter würden rund 80.000 bis 90.000 Nächtigungs- und Tagesgästen die Schirennen an Ort und Stelle mitverfolgen.

Ein Anliegen im heurigen Jahr sei die Minimierung des Alkoholkonsums. "Es ist natürlich ein großes Event mit vielen Partys, aber es geht in erster Linie um den Sport", sagte Marko. So gelte in der Innenstadt ein Verbot für den Ausschank von Schnaps: "Es gibt an den Ständen nur noch leichte Alkoholika, so dass ein ganz schnelles betrunken werden nicht mehr möglich ist". Wenig Verständnis für diese Restriktion zeigte bei einem Lokalaugenschein ein Gastronom: "Es gibt viele Betrunkene, aber die kommen schon so aus dem Zug heraus. Die kaufen sich ihre Getränke schon vor der Abfahrt." Trotzdem könne er sich nicht beschweren, denn "der Umsatz ist gewaltig. Wir machen in drei Tagen so viel, dass wir rein theoretisch mehrere Monate damit über die Runden kommen könnten."

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Zitate aus Kitzbühel

  • "Kitzbühel ist extrem. Im Training gehe ich nicht volles Risiko, denn man riskiert nur einmal das Leben."
    Der Schweizer Beat Feuz, der vergangenen Samstag die Lauberhorn-Abfahrt in Wengen gewonnen hat.

    "Ich nehme es als Apero, als Aufwärmer."
    Der Schweizer Didier Cuche, der bereits fünf Siege in Kitzbühel auf seinem Konto hat, vor dem Super-G am Freitag.

    "Ich sehe mich teilweise als mutig. Und ein bisserl mutig muss man sein, sonst würde man hier kein einziges Training runterfahren."
    ÖSV-Läufer Hannes Reichelt.

    "Weil wir alle ein bisserl gestörte Hund sind."
    Hannes Reichelt auf die Frage, warum Rennläufer bereit sind, auf der Streif Kopf und Kragen zu riskieren.

    "Die Streif ist nie richtig glatt, darauf musst du dich einstellen, und dann voll runterlassen."
    ÖSV-Läufer Mario Scheiber.

    "Wenn man am Limit ist, darf es keine Zweifel mehr geben. Wenn du Zweifel hast bei dem, was du tust, bist du höchstwahrscheinlich im Netz. Wenn man hier herunter ein bisserl die Gewaltslinie auspackt, dann muss man hundertprozentig überzeugt sein."
    ÖSV-Läufer Klaus Kröll.

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