21. November 2014, 19:05 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 15.05.2014 um 10:54 UhrKommentare

Niki Laudas Kurve auf dem neuen Ring ist weg

Österreichs beiden Formel-1-Legenden Niki Lauda (65) & Gerhard Berger (54) wurden "ihre" Kurven auf dem neuen Red-Bull-Ring weggenommen. Lauda ist entsetzt. Die Erklärung ist eine unverschämt banale.

Foto © GEPA PICTURES

Schon beim Grand Prix in Spanien am vergangenen Wochenende hat sogar sein eigener Rennstall an einem Meilenstein von Niki Lauda, Aufsichtsratvorsitzender des Formel-1-Teams von Mercedes, gerüttelt. Lewis Hamilton hat mit seinem 26. Grand-Prix-Sieg die Bestmarke seines Chefs (25 Siege) übertroffen. Damit konnte Lauda noch ganz gut leben. Drei Tag später war er jedoch hörbar "verschnupft".

Denn davon, dass es bei der bevorstehenden Rückkehr der Formel 1 auf dem Red-Bull-Ring keine Niki-Lauda-Kurve mehr geben wird, hat er nichts gewusst. "Ich bin schon schwer enttäuscht", sagte Lauda im ersten Moment. "Es muss ja jemanden geben, der so etwas entscheidet?" Mit drei WM-Titel und als einziger Heimsieger auf dem damaligen Österreich-Ring (1984) ist Lauda bis heute mit Abstand erfolgreichster Österreich in der "Königsklasse" des Rennsports. Es sei, sagte Lauda, doch etwas ungewöhnlich, jemandem ein Denkmal, das ihm gesetzt wurde, zu Lebzeiten („Danach ist es mir ja wurscht“) wieder wegzunehmen. "Ich kann es nur darauf zurückführen, dass ich jetzt bei Mercedes bin und wir Red Bull um die Ohren fahren . . ."

Sponsor-Kurven

Seitens Red-Bull-Ring ist die Erklärung dafür, dass zahlreiche Kurven neu getauft werden – auch die ursprünglich unmittelbar an die Lauda-Kurve folgende Gerhard-Berger-Kurve gibt es nicht mehr –, eine viel banalere. Weil es ganz einfach Sponsoren gibt, die für eine Kurve gutes Geld bezahlen. Auf dem seinerzeitigen Österreich- und A1-Ring sei das Sponsorinteresse eben ein anderes gewesen, als auf dem Red-Bull-Ring. "Das ist ja die noch größere Frechheit", sagt Niki Lauda.

"Damals hat man für etliche Kurven keine Geldgeber gefunden", sagt man auf dem Ring ganz offen. "Um sie nicht Kurve sechs oder Kurve sieben nennen zu müssen, hat man ihnen eben Namen von Rennfahrern gegeben." Nur die Jochen-Rindt-Kurve blieb bisher noch unangetastet. Sollte aber ein Sponsor kommen, könnte auch diese Kurve neu benannt werden. Niki Lauda war endgültig sprachlos. Aber nicht lange. "Zur Strafe wird Mercedes in Spielberg einen Doppelsieg feiern", sagte Lauda. "Gut zu machen ist das alles nur, wenn sie künftig zwei Kurven nach mir benennen."

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  • Kleine Zeitung-Redakteur Gerald Pototschnig berichtet aus der Welt der Formel 1.