24. November 2014, 18:52 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 24.05.2012 um 17:04 UhrKommentare

Monaco erlebte ereignisreichen ersten Tag

Am Vormittag der vorzeitige Trainings-Abbruch nach einem gefährlichen Vorfall im Tunnel, am Nachmittag wegen des Regens zahlreiche Dreher und Unfälle - der 70. Grand Prix von Monaco bot viel Motorsport-Action.

Foto © Reuters

Ereignisreich hat der 70. Grand Prix von Monaco begonnen. Das erste Freie Training wurde am Donnerstag nach einem gefährlichen Vorfall im Tunnel vorzeitig abgebrochen, am Nachmittag gab es wegen Regens zahlreiche Dreher und Unfälle. Tagesbestzeit ging mit 1:15,746 Minuten an den englischen McLaren-Fahrer Jenson Button, am Vormittag war Fernando Alonso im Ferrari mit 1:16,265 Min. schnellster Fahrer gewesen.

Die ersten fünf Saisonrennen haben fünf verschiedene Sieger - mit den letzten zwei Rennen der vergangenen Saison sind es sogar bereits sieben in sieben Rennen en suite - gebracht. Die Chance, dass am kommenden Pfingstsonntag (Start 14.00 Uhr MESZ) wieder ein neuer Pilot vom obersten Treppchen lacht, sind da.

Grosjean war am konstantesten

Denn konstantester Fahrer am ersten Monaco-Tag war der 26-jährige Genfer Romain Grosjean, der in seinem Lotus zwei Mal Platz zwei belegte. Er wäre der erste französische Monaco-Sieger seit dem Sensationscoup von Olivier Panis im Jahr 1996. Auch sein erfahrener Teamkollege Kimi Räikkönen ist Mitfavorit, der Finne wurde am ersten Tag aber von argen Problemen verfolgt.

Imponierend fuhr auch Sergio Perez. Der im Vorjahr nach dem Tunnel schwer verunfallte Mexikaner war am Vormittag im Sauber Drittschnellster und am Nachmittag im Regen gemeinsam mit Pastor Maldonado ganz vorne dabei. "Er ist ein Profi, hat den Unfall perfekt verarbeitet. Hätte er noch Angst, könnte er nie so schnell sein", lebte Perez' österreichischer Fitness-Betreuer Josef Leberer. Maldonado unterstrich mit zwei fünften Plätzen, dass er und sein Williams auch in Monaco stark unterwegs sind.

Für den ersten Schreckmoment hatte Heikki Kovalainen gesorgt. Der Renault-Motor seines Caterham ging zehn Minuten vor Ende des ersten Trainings mitten im Tunnel explosionsartig hoch, der Finne stellte den blockierenden Boliden am Ende mitten in einer dichten Rauchwolke ab. Zum Glück folgte gerade kein anderes Auto, ein Auffahrunfall an der mit 300 km/h schnellsten Stelle der Strecke wäre fatal gewesen.

Kovalainen sorgte schließlich auch für den Schlusspunkt, als er am Nachmittag bei Regen leicht verunfallte. Wegen der zahlreichen Vorfälle bekamen die Teams nur bedingt Gelegenheit, die heuer erstmal eingesetzten Supersoft-Reifen zu testen. Button nutzt es jedenfalls, seine auf den superweichen Gummis früh aufgestellte Bestzeit hielt wegen es nach schon 15 Minuten einsetzenden Regens bis zum Schluss.

Bescheidene Plätze für den Weltmeister

Die vielen Fragezeichen wurden damit auch in Monaco vorerst nicht ausradiert. Auch der weiterhin ratlose Weltmeister Sebastian Vettel musste sich am Donnerstag mit den bescheidenen Plätzen neun und zehn zufriedengeben.

Der zusammen mit Alonso und jeweils 61 Zählern in der WM führende Deutsche verzeichnet somit keinen optimalen Auftakt in Monaco, nachdem er schon vor zwei Wochen in Barcelona mit Platz sechs einen Rückschlag erlitten hatte. Vettel ist als Vorjahressieger in Monaco Titelverteidiger.

Weiter geht es in Monaco erst am Samstag mit dem dritten Freien Training und der Qualifikation für die Startaufstellung am Sonntag. Der Freitag ist im Fürstentum traditionell rennfrei, dafür jagt ein PR-Termin den anderen.

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  • Kleine Zeitung-Redakteur Gerald Pototschnig berichtet aus der Welt der Formel 1.