27. November 2014, 10:33 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 11.04.2012 um 12:18 UhrKommentare

Laut Sauber: Kaltenborn wird erste Teamchefin

Die Österreicherin Monisha Kaltenborn Narang wird beim Team Sauber in naher Zukunft von der Geschäftsführerin zur Teamchefin aufsteigen. "Meine Nachfolge ist geregelt", so Teamchef Peter Sauber.

Foto © GEPA

"Monisha Kaltenborn wird unsere neue Teamchefin. Das ist fix. Wann es so weit sein wird, ist noch offen", erklärte der aktuelle Teamchef Peter Sauber in einem Interview mit der schweizer Sonntagszeitung "Der Sonntag". Sauber ist vollauf überzeugt von seiner historischen Entscheidung: "Monisha Kaltenborn wird die erste Teamchefin der Formel-1-Geschichte. Sie ist seit 13 Jahren bei uns, von jeher in führenden Rollen. Ich bin überzeugt, dass sie auch diese Aufgabe sehr gut machen wird." Der Formel-1-Routinier sieht die Zeit für seinen Abgang gekommen. "Ich sagte immer: Ich möchte mit 70 nicht mehr an der Boxenmauer stehen", meinte Sauber, der im Oktober 69 Jahre alt wird.

Die Übergabe des Teamchef-Postens an die 40-jährige Kaltenborn dürfte also unmittelbar bevor stehen, sie könnte mit Ende der laufenden Saison erfolgen. Kaltenborn wurde 1971 in Dehradun/Indien geboren, im Alter von acht Jahren zog sie 1979 mit ihrer Familie nach Österreich. Im Sauber-Team ist die in Küsnacht/Schweiz lebende und mit einem Deutschen verheiratete, zweifache Mutter seit mittlerweile 13 Jahren in diversen Rollen tätig. Kaltenborn war nach dem Jura-Studium in Wien und Deutschland in Anwaltskanzleien tätig. 1998 wechselte sie zur Fritz-Kaiser-Gruppe nach Liechtenstein, wo sie erstmals mit der Formel 1 Kontakt aufnahm. Kaltenborn war als Juristin der Gruppe für das Engagement beim damaligen Red-Bull-Sauber-Team zuständig.

Anfang 2000 wechselte Kaltenborn dann zu Sauber, wo sie zunächst die Rechtsabteilung übernahm und seit 2001 Mitglied der Geschäftsführung ist. Über ihre Sonderstellung als Frau in der Formel-1-Spitze meinte Kaltenborn auf der Sauber-Website: "Ich bekleide diese Aufgabe mit Leidenschaft und sehe keinen Grund, warum ich das als Frau nicht tun sollte. Mittlerweile ist mir natürlich klar, dass dies nicht überall so selbstverständlich angenommen wird. Es würde mir Freude bereiten, wenn die Konsequenz daraus wäre, dass andere Frauen, die ein Interesse an unserem Sport hegen, durch dieses Beispiel in ihrer Zielsetzung bestärkt werden." Sauber hat am 25. März beim Grand Prix von Malaysia mit dem zweiten Rang des Mexikaners Sergio Perez für Aufsehen gesorgt. Nach den ersten beiden WM-Rennen liegt Perez mit 22 Punkten auf Rang fünf, sein japanischer Teamkollege Kamui Kobayashi hat als Neunter acht Zähler auf dem Konto. In der Konstrukteurs-WM ist Sauber hinter McLaren, Red Bull und Ferrari aktuell Vierter.

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  • Kleine Zeitung-Redakteur Gerald Pototschnig berichtet aus der Welt der Formel 1.