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Zuletzt aktualisiert: 27.03.2012 um 17:48 UhrKommentare

Vom Sieg ist Rossi weit entfernt

Neues Motorrad, alte Probleme. Auch 2012 fährt Valentino Rossi der Konkurrenz auf seiner Ducati GP 12 hinterher. Trotzdem geht der 33-Jährige voller Optimismus in die neue Renn-Saison.

Foto © AP

Es kommt eben doch auf die inneren Werte an. Denn auf den ersten Blick hat sich Valentino Rossi in seine neue Ducati GP 12 verliebt. "Ich bin glücklich. Sie gefällt mir." Die inneren Werte geben aber weniger Anlass zur Freude, denn auch mit dem neuen Motorrad fährt der "Doctor" hinterher. Bei den jüngsten Tests in Jerez rollte Rossis Ducati fast eine Sekunde hinter dem Schnellsten, Weltmeister Casey Stoner, über die Ziellinie. Macht Rang sechs. Immerhin. Am ersten Testtag in Jerez hatte Rossi noch 1,8 Sekunden verloren.

Dabei mussten sich heuer alle Fahrer umstellen, wurde doch der Hubraum der MotoGP-Klasse von 800 auf 1000 Kubikzentimeter erhöht. Bevor es am 8. April unter Flutlicht in Katar losgeht, sagt Rossi aber schon: "Wir müssen uns noch verbessern und schauen, dass wir schneller werden." Der Kurvenausgang macht den Ingenieuren und dem neunfachen Weltmeister weiterhin zu schaffen. "Es scheint einfach an der DNA des Motorrades zu liegen", erzählt Rossi.

Dafür geht der 33-Jährige fit und ausgeruht in die neue Saison. Letztes Jahr hatte er noch mit den Folgen einer Schulteroperation zu kämpfen. "Schlaf, Strand und ein bisschen Fitness-Studio - ich bin erholt und in Form", sagt Rossi.

Darauf begründet er auch seinen Optimismus, dass es besser laufen wird als 2011. Fortschritte wolle er heuer machen, sich nicht bloß in der Entwicklung des Motorrades aufreiben.

Neue Erwartungshaltung

Es scheint aber, als hätte die MotoGP-Klasse nicht nur ein neues Reglement, sondern auch einen neuen Rossi. 15 Jahre lang hat der Italiener Rennen und Weltmeisterschaften in Serie gewonnen. Er war in allen Klassen erfolgreich und führte auch Yamaha aus dem Nichts schon in der ersten Saison zum Titel. Der neue Rossi stellt diese Ansprüche an sich offenbar nicht mehr. "Wir sind bereit für den ersten Grand Prix, aber Casey Stoner, Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa sind viel schneller als wir. Auch Ben Spies und Cal Crutchlow. "Wir haben das Potenzial zu Rang sechs." Vom Stockerl, von Siegen oder vom WM-Titel spricht er nicht mehr. Sondern davon, dass es "immer noch etwas Besonderes ist, als Italiener für Ducati zu fahren."

Die vergangene Saison ist Rossi zum ersten Mal in seiner WM-Karriere ohne Sieg in die Winterpause gerollt. Einen dritten Platz hat der neunfache Weltmeister erreicht. Die Zeiten von den letzten Tests vor dem Auftakt lassen eine weitere sieglose Saison erwarten.

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  • Kleine Zeitung-Redakteur Gerald Pototschnig berichtet aus der Welt der Formel 1.