28. Dezember 2014, 12:38 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 01.03.2011 um 18:57 UhrKommentare

Es weht ein rauer Wind

In den Eishallen geht es intensiver und aggressiver zur Sache als sonst: Die Rede ist von den Play-offs, von jener Phase im schnellsten Mannschaftssport, wo alles, was war, nicht mehr zählt.

Foto © GEPA

Die Eishockeyspieler nennen sie gerne die fünfte Jahreszeit: die Play-offs. Dass es rauer in den Eishallen wird hat sich schon am ersten Play-off-Abend wieder bestätigt. Aber der Strafsenat "verordnet" Johannes Reichel und Frank Banham nach Stockschlägen lediglich ein Shakehands

Brutaler Stockschlag

In Klagenfurt, bei KAC gegen Zagreb (3:2), gab es lange keine Gehässigkeiten. Die 18 Strafminuten (sechs gegen den KAC, zwölf gegen die Kroaten) ließen nicht unbedingt auf einen heißen Play-off-Fight schließen. Erst wenige Sekunden vor Spielende kam es zum Eklat: Johannes Reichel checkte Zagrebs Frank Banham an der Bande. Fair und damit den Regeln entsprechend. Die Antwort des Legionärs war ein Stockschlag unter die Kniekehle des Widerparts. Worauf sich der sonst besonnene KAC-Verteidiger mit einem brutalen Stockschlag revanchierte.

Eine Aktion, die vom Schiedsrichterduo Falkner & Gebei eher milde bestraft wurde. Für Banham wurden lediglich vier Strafminuten (wegen übertriebener Härte) und für Reichel eine Spieldauer-Disziplinarstrafe vermerkt. Laut Experten hätten sich jedoch beide, zumindest aber Reichel, eine Matchstrafe verdient.

Eine Ansicht, die auch der in der Stadthalle anwesende Vorsitzende des Strafsenates, Karl Korentschnig, vertrat. Angesichts der Schwere des Vergehens hat sich der Strafsenat, obwohl laut Reglement gar nicht vorgesehen, damit beschäftigt - und eine diplomatische Lösung gefunden: Banham & Reichel wurden vor dem heutigen Spiel in Zagreb lediglich zu einem Shakehands "verdonnert". Damit ist die Sache abgehakt. Warum es keine Strafen gab? Es seien schließlich nur die beiden Vereine davon betroffen, sagte Korentschnig.

Fünf Verletzte

Auch das erste Duell zwischen dem VSV & Linz war ein typisches Play-off-Match. Hochklassig, mit viel Tempo, aber nie gehässig oder schmutzig. Und dennoch hat es ungewöhnlich viele Opfer gefordert: Bei VSV-Youngster Andreas Kristler haben sich Seiten- und Kreuzbandriss im linken Knie bestätigt, die Saison ist für ihn zu Ende. Und Linz fehlen im heutigen zweiten Match gleich vier Mann: bei Jason Ward wurde eine Schulterverletzung akut, das zuerst vermutete Saisonende wollte gestern aber niemand bestätigen. Michael Mayr plagt ein böser Bluterguss im Oberschenkel. Bei Aaron McKenzie ist das Handgelenk zwar nicht gebrochen, aber dick geschwollen. Und bei Gregor Baumgartner rätseln die Ärzte, warum er auch gestern noch Blut spuckte. Alle vier fallen heute, vermutlich aber auch Donnerstag aus.

Ein Schauspiel

In Salzburg wurde Laibach-Keeper Jan Chabera von Manuel Latusa gerammt, blieb regungslos liegen. Er kam jedoch ohne gröbere Verletzung davon. Einzig bei den Vienna Capitals war die Play-off-Härte vorgegaukelt: Martin Ulmer, von Markus Peintner in Schulterhöhe attackiert, täuschte einen Schlag gegen den Kopf vor. Peintner musste vom Eis, den Capitals gelang im Powerplay das erste Tor, am Ende siegten sie nach 0:2 gegen die Graz 99ers doch noch mit 4:2.

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