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Zuletzt aktualisiert: 27.12.2012 um 19:53 UhrKommentare

Die Frankokanadier in Graz haben alle Vorurteile widerlegt

Peter Znenahlik analysiert für die Kleine Zeitung das Geschehen in der heimischen Eishockey-Liga.

Foto © GEPA

Ich muss an dieser Stelle einmal eine Lanze für Spieler wie Olivier Labelle oder Jean-Michel Daoust brechen. Sie sind in der Grazer Mannschaft ganz wichtige Rackerer. Vor allem Labelle ist ein Vorbild an Einsatz, Kampfgeist und Härte - gegenüber dem Gegner und auch sich selbst. Auch Guillaume Lefebvre oder Trevor Frischmon fallen in diese Kategorie. Solche Spieler werden sonst oft nicht gewürdigt, aber sie haben großen Anteil am Erfolg.

Zugeben muss ich aber auch, dass ich vor zwei Jahren etwas skeptisch war, als der Weg mit vielen Frankokanadiern eingeschlagen wurde. In meiner langen aktiven Zeit habe ich mit den "Frankos" nämlich nicht so gute Erfahrungen gemacht. Man sagt ihnen nach, dass sie aufgrund der anderen Sprache zur Grüppchenbildung neigen und es in der Kabine Barrieren gibt.

Ich bin aber absolut positiv überrascht. Schon im Vorjahr hat mir in Graz vieles gefallen und heuer ist alles noch besser. Gerade die Frankokanadier kämpfen vorbildlich und glänzen durch tolle Einstellung. Die Mannschaft ist eine Einheit, es gibt keine Gruppenbildung. Die französischsprachigen Burschen in Graz tun wirklich alles, um alte Vorurteile zu widerlegen.

Zusammen mit den anderen Legionären machen sie einen guten Job. Und da zeigt sich auch, dass viele Legionäre nicht gleich eine seelenlose "Söldner-Truppe" ergeben müssen. Die 99ers haben zwar viele Ausländer in ihren Reihen, aber alle kämpfen mit viel Herz für Graz. Das ist sicher österreichweit vorbildhaft.

Heute kommt Wien in den Bunker und es wird eine schwere Partie für die Capitals, die sehr, sehr gut auftreten müssen, um zu gewinnen. Graz ist aktuell eine der Topmannschaften der Liga. Darum mache ich mir über das Erreichen des Play-offs keine Gedanken mehr. Das ist für mich bereits fix!

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Zur Person

  • Peter Znenahlik (49) ist ehemaliger Eishockey-Profi und -Trainer und war zudem 93-facher Teamspieler.

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