26. November 2014, 12:14 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 12.10.2012 um 08:54 UhrKommentare

SPÖ deutlich auf Talfahrt

Die SPÖ hat durch die Vorgänge rund um den U-Ausschuss sowie durch die Inseratenaffäre offenbar bereits deutlichen Schaden in der Wählergunst genommen. Faymann, Ostermayer, Darabos und Schmied verloren stark an Boden.

Foto © APA

Im aktuellen APA/OGM-Vertrauensindex büßt der überwiegende Teil der SPÖ-Spitzenpolitiker - zum Teil auch massiv - an Vertrauen ein; allen voran Bundeskanzler Werner Faymann und Staatssekretär Josef Ostermayer sowie Verteidigungsminister Norbert Darabos und Unterrichtsministerin Claudia Schmied.

Der Index bildet ein Saldo aus "Vertrauen" und "kein Vertrauen" (in Prozent). Von den 21 abgefragten SPÖ-Proponenten befinden sich nur sieben im Vertrauens-Plus. Parteichef Faymann liegt mit einem Saldo von minus sieben zwar noch im Mittelfeld des Rankings, sein Verlust ist aber recht deutlich: Er büßte elf Prozentpunkte ein - bei nur vier Parteikollegen war der Vertrauens-Rückgang größer.

Einen noch deutlicheren Absturz erlebte Darabos: Der ohnehin schon länger beständig im Schlussfeld des Rankings platzierte Verteidigungsminister verlor weitere 15 Punkte und rangiert mit einem Vertrauenssaldo von minus 38 mit Abstand auf dem letzten Platz. Vor ihm befinden sich die beiden Bundesgeschäftsführer: Günther Kräuter hält bei einem Saldo von minus 21 (ein Verlust von 5 Punkten gegenüber 2011), Laura Rudas liegt 24 Punkte im Minus (-5).

Die stärksten Verluste im Jahresvergleich erlitten Unterrichtsministerin Schmied und Ostermayer. Erstere büßte 16 Punkte ein und hält nun bei minus 10 Punkten, Faymanns Vertrauter Ostermayer verlor ganze 17 Punkte und liegt mit einem Minus von 16 nur knapp vor SPÖ-Klubobmann Josef Cap. Dieser verlor wie sein Parteichef im Jahresvergleich sieben Prozentpunkte und hält nun bei einem Minus von 18.

Nichterscheinen beim U-Ausschuss

Laut OGM-Chef Bachmayer dürften bei Ostermayer und Faymann vor allem die in den letzten Wochen intensiv behandelte Inseratenfrage und das Nichterscheinen des Kanzlers vor dem U-Ausschuss für das Ergebnis maßgeblich sein. Bei Ostermayer falle auch der im vorigen Jahr noch wirksame Bonus der Kärntner Ortstafellösung weg, so der Experte.

Noch in der vorderen Hälfte des Rankings findet sich Neo-Parteiprogramm-Reformer Karl Blecha. Der Chef des roten Pensionistenverbandes hält bei einem Saldo von minus vier, büßte mit sieben Punkten aber ebenfalls erheblich an Vertrauen ein. Auf Augenhöhe mit Faymann liegt Verkehrsministerin Doris Bures: Ein Verlust von drei Punkten bescherte ihr ein Saldo von minus sieben. Auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl verlor an Terrain: Minus sechs Punkte bedeuten ein Saldo von minus neun. Ebenfalls deutlich im Minus liegt Staatssekretär Andreas Schieder (-14).

Das beste Zeugnis stellten die 500 befragten Österreicher Nationalratspräsidentin Barbara Prammer aus; sie liegt mit einem Saldo von 26 im positiven Bereich und konnte sich gegenüber September 2011 um 5 Punkte verbessern. Knapp hinter ihr befindet sich Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller mit einem Saldo von 25 (+10), Platz drei nimmt deren steirischer LH-Kollege Franz Voves 11 (+3) ein - noch vor Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (7/+5).

Ebenfalls im Plus befindet sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer mit einem Saldo von +6, trotz eines Verlustes von sechs Punkten. Auch Gesundheitsminister Alois Stöger (2/-3) und Burgenlands LH Hans Niessl (1/-2) können auf ein positives Saldo verweisen.

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U-Ausschuss

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