22. Dezember 2014, 09:28 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 30.11.2012 um 11:22 UhrKommentare

Österreich: Trotz Krise weniger Arbeitslose

Während die Arbeitslosenquote in der Eurozone einen neuen Rekordwert erreicht hat, ist sie in Österreich sogar noch gesunken. Mit 4,3 Prozent belegt das Land den Platz eins. Schlusslicht ist Spanien mit 26,2 Prozent.

Foto © Fuchs

Österreich hat im Oktober weiterhin die geringste Arbeitslosenrate in der EU-27 verzeichnet. Während die Arbeitslosenquote in der Eurozone mit 11,7 Prozent einen neuen Rekordwert erreichte, sank sie in Österreich gegenüber September auf 4,3 Prozent, geht aus den jüngsten am Freitag von Eurostat präsentierten Daten hervor. Spanien ist neuerlich Schlusslicht, die Quote stieg auf 26,2 Prozent.

Auch in der EU-27 wurde ein neuer Höchstwert mit 10,7 Prozent erreicht. Im September hatte die Arbeitslosigkeit in der Währungsunion 11,6 Prozent und in der EU-27 noch 10,6 Prozent betragen. Im Jahresvergleich - Oktober 2011 zu Oktober 2012 - betrug die Steigerung in der Eurozone 1,3 Prozent, in der EU-27 kletterte sie um 0,8 Prozent nach oben.

Hinter Österreich rangierten im Vormonat Luxemburg mit 5,1 Prozent Arbeitslosigkeit, Deutschland (5,4 Prozent), Niederlande (5,5 Prozent), Malta (6,6 Prozent), Rumänien (6,9 Prozent), Tschechien (7,3 Prozent) Belgien (7,5 Prozent), Dänemark, Finnland und Schweden (je 7,7 Prozent), Slowenien (8,6 Prozent), Polen (10,4 Prozent), Frankreich (10,7 Prozent), Italien (11,1 Prozent), Litauen (12,4 Prozent), Bulgarien (12,6 Prozent), Zypern (12,9 Prozent), Slowakei (14,0 Prozent), Irland (14,7 Prozent), Portugal (16,3 Prozent) und Spanien (26,2 Prozent). Keine Oktober-Daten lagen von Estland, Griechenland, Lettland, Ungarn und Großbritannien vor.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit belegte Österreich mit 8,5 Prozent im Oktober weiterhin Rang zwei hinter Deutschland (8,1 Prozent). Allerdings ist in Österreich die Jugendarbeitslosenquote gegenüber September von 8,9 auf 8,5 Prozent gesunken. In Spanien ging die horrend hohe Rate von 54,7 Prozent im September weiter in die Höhe - sie betrug im Oktober schon 55,9 Prozent bei den unter 25-Jährigen. Griechenland wies hier keine Daten aus. Im Spitzenfeld befinden sich noch Portugal (39,1 Prozent), Italien (36,5 Prozent), Bulgarien (30,3 Prozent) und die Slowakei (30,1 Prozent). Das Krisenland Irland kam auf 29,9 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, Polen auf 27,8 Prozent, dann folgen Frankreich (25,5 Prozent), Litauen (24,3 Prozent), Schweden (23,0 Prozent), Tschechien (20,7 Prozent), Belgien und Finnland (je 18,8 Prozent), Luxemburg (18,6 Prozent), Malta (16,8 Prozent), Dänemark (13,7 Prozent), den Niederlanden (9,8 Prozent), sowie Österreich und Deutschland. Keine Daten lagen neben Griechenland von Estland, Zypern, Lettland, Ungarn, Rumänien, Slowenien und Großbritannien vor.

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EU-Berechnung

  • In Österreich gibt es zwei verschiedene Methoden zur Ermittlung der Arbeitslosenquote.

    Das AMS vergleicht die gemeldeten Arbeitslosen mit der Zahl der unselbstständig Beschäftigten. Unternehmer, Werkverträge und freie Dienstnehmer werden nicht beachtet.

    Die EU macht eine represäntative Umfrage und errechnet daraus die Arbeitslosenquote. Da diese Methode in allen EU-Staaten angewandt wird, lassen sich die Werte gut vergleichen.

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