18. Dezember 2014, 16:27 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 17.09.2012 um 11:05 UhrKommentare

Athen braucht auch nach 2020 Hilfe

Laut Medienberichten geht die Troika davon aus, dass Griechenland länger als geplant Finanzhilfen brauchen werde. Die schwächelnde Wirtschaft ist der Grund dafür, dass die Regierung auch nach 2020 Hilfskredite benötigen wird.

Foto © Reuters

Die Gläubiger Griechenlands gehen laut einem "Handelsblatt"-Bericht nicht mehr davon aus, dass das Land bis 2020 seine Schuldenlast wieder selbst tragen kann. Dieses Ziel sei nicht mehr erreichbar, berichtete die deutsche Zeitung (Montagausgabe) unter Berufung auf Kreise der Troika aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB). Daher werde das Land länger als geplant Finanzhilfen brauchen.

Damit erwiesen sich grundlegende Annahmen für das zweite Hilfspaket für Griechenland als hinfällig, hieß es in dem Bericht weiter. Bei der Bewilligung neuer Kredite in Höhe von 130 Milliarden Euro war Bedingung, dass Athen bis 2020 seine Staatsverschuldung auf 120,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts senkt. Dazu sollte die griechische Regierung ab 2014 einen jährlichen Primärüberschuss von 4,5 Prozent des BIP ausweisen. Dieses Ziel werde Athen nun nicht vor 2016 erreichen, berichtete die Zeitung weiter unter Berufung auf Troika-Kreise.

Fekter: Aufschub nur kurz

Griechenland werde nur einen "kurzfristigen Aufschub" bekommen, so die Finanzministerin. "Es gibt nur einen Zeitfaktor, der bezieht sich auf den Endbericht der Troika, wie lange Griechenland Zeit hat, jene Maßnahmen nachzuholen, die es durch die Wahlkämpfe vor dem Sommer versäumt hat. Da geht es um Wochen." Die griechische Regierung müsse etwas liefern, Privatisierungs- oder andere Reformmaßnahmen. Davon hänge die Beurteilung der Troika ab. Fekter ortet bei der griechischen Regierung einen starken Willen, die Reformen in die Tat umzusetzen.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

Weltpolitik

  • Aktuelle Entwicklungen, Berichte unserer Korrespondenten, Analysen und Hintergründe zur Außenpolitik.

EU-Wahlergebnis Österreich

  • Ins EU-Parlament gewählt wurden am 25. Mai 2014:

    Fünf Mandatare der ÖVP (26,98 Prozent) Fünf der SPÖ (24,09), Vier der FPÖ (19,72), Drei der Grünen (14,52) Eine Abgeordnete der NEOS (8,14)

    Die Wahlbeteiligung betrug bei 6,410.602 Wahlberechtigten und 2,909.497 abgegebenen Stimmen 45,39 Prozent.

Innenpolitik

  • Aktuelle Ereignisse, Hintergründe und Analysen zur heimischen Innenpolitik.

Südosteuropa

  • Im Fokus: Südosteuropa - aktuelle Entwicklungen, Korrespondenten-Berichte und Analysen.