27. November 2014, 19:19 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 10.05.2012 um 11:08 UhrKommentare

"Wachstum auf Pump wirft uns zurück"

Die deutsche Kanzlerin erteilte den Rufen nach Wachstumsmaßnahmen in der EU eine klare Absage - die Linken in Griechenland und der designierte französische Präsident François Hollande fordern aber genau das.

Foto © Reuters

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat schuldenfinanzierten Wachstumsimpulsen als Mittel zur Bewältigung der Euro-Schuldenkrise eine klare Absage erteilt. Der Abbau der Verschuldung und die Stärkung von Wachstum seien die beiden Säulen, mit denen die Staatsschuldenkrise überwunden werden müsse, sagte Merkel am Donnerstag bei ihrer Regierungserklärung vor dem G-8- und NATO-Gipfel im Berliner Bundestag. Notwendig sei ein "Wachstum durch Strukturreformen". Aber ein "Wachstum auf Pump, das würde uns wieder genau an Anfang der Krise zurückwerfen".

Merkel kündigte an, sie werde auf dem Gipfel der führenden acht Industriestaaten (G-8) kommende Woche in den USA über den Stand und die nächsten Schritte zur Bewältigung der Euro-Krise berichten. Dabei gehe es um Maßnahmen zur Konsolidierung der Haushalte als auch zur Stärkung von Wachstum und Beschäftigung. Sie werde in Camp David auch deutlich machen, "die Überwindung der Staatsschuldenkrise in Europa kann nicht über Nacht erfolgen". Diese werde nur gelingen, "wenn wir bei den Ursachen ansetzen: Das sind die horrende Verschuldung und die fehlende Wettbewerbsfähigkeit mancher Länder in Europa".

Merkel mahnte bei der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise zu Geduld. Es gebe nicht den einen Königsweg, betonte sie. Daher müsse akzeptiert werden, dass die Überwindung der Krise "ein langer, anstrengender Prozess" sei. Sie selbst werde bei den bevorstehenden Gipfeln unter anderem für ein Bekenntnis zum freien Handel eintreten.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

Weltpolitik

  • Aktuelle Entwicklungen, Berichte unserer Korrespondenten, Analysen und Hintergründe zur Außenpolitik.

EU-Wahlergebnis Österreich

  • Ins EU-Parlament gewählt wurden am 25. Mai 2014:

    Fünf Mandatare der ÖVP (26,98 Prozent) Fünf der SPÖ (24,09), Vier der FPÖ (19,72), Drei der Grünen (14,52) Eine Abgeordnete der NEOS (8,14)

    Die Wahlbeteiligung betrug bei 6,410.602 Wahlberechtigten und 2,909.497 abgegebenen Stimmen 45,39 Prozent.

Innenpolitik

  • Aktuelle Ereignisse, Hintergründe und Analysen zur heimischen Innenpolitik.

Südosteuropa

  • Im Fokus: Südosteuropa - aktuelle Entwicklungen, Korrespondenten-Berichte und Analysen.