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Zuletzt aktualisiert: 02.05.2012 um 21:55 UhrKommentare

Polens Präsident hält EM-Boykott für "unangemessen"

Der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski hat sich gegen einen Boykott der Ukraine wegen der Behandlung von Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ausgesprochen. Er verfolge die Boykottdrohungen "mit größter Unruhe".

Foto © APA

"Boykott-Appelle sind angesichts der bestehenden Lage in der Ukraine völlig unangemessen", sagte er am Mittwochabend dem polnischen Fernsehsender TVP. Er verfolge die Boykottdrohungen im Vorfeld der Fußball-EM "mit größter Unruhe".

Polen ist zusammen mit der Ukraine Gastgeber der EM, die im Juni beginnt. "Es besteht das Risiko, dass ein verpfuschtes Fußballfest in der Ukraine durch einen Boykott auch für uns Verlust und vergeblichen Einsatz von Kraft und Geld bedeuten würde", zeigte sich Komorowski besorgt. Die EM solle für die Ukraine eine Chance sein zu zeigen, dass sie sich um die Annäherung an den Westen bemühe: "Das alles ist jetzt bedroht."

"Der Vergleich hinkt"

Ein Vergleich zu den bisherigen sportlichen Boykotten Olympischer Spiele wie 1980 in Moskau und in Peking 2008 hinke, betonte Komorowski. In beiden Fällen sei es um blutige Auseinandersetzungen gegangen wie den Krieg in Afghanistan und die Niederschlagung der Freiheitsbewegung in Tibet. "Die Situation in der Ukraine ist eine ganz andere."

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