29. November 2014, 08:30 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 18.11.2010 um 13:51 UhrKommentare

Ein Reaktor hält dich auf Trab

"Wir können auch anders – weil normal laufen kann jeder!" Sagen, die, die jetzt auf ihre Runden tatsächlich einen "Reaktor" mitnehmen. Auch wenn der Name selbst gar nicht so gut klingt – die Wirkung des Reaktors ist durchaus positiv. Und sag ja nicht "Hantel" zu ihm ...

Foto © reaktor-online.com

Mit Gewichten die Hände zu beschweren, um auf der Laufrunde auch was für den Oberkörper zu tun? Das ist an sich nichts Neues. Aber: Das neue Gerät "Reaktor" als gewöhnliche Hantel abzutun, trifft ungefähr so zu, wie wenn man einen guten Laufschuh mit Flip-Flops vergleicht. Klar, laufen kann man mit beiden ...

Die Perlen machen den Unterschied

Ein Blick in die offizielle Beschreibung des "Reaktors" zeigt schon, dass da tatsächlich mehr Know-how drinstecken muss als in einem Eisenstangerl, an dessen zwei Enden zwei Gewichte sitzen: "Der Reaktor ist ein leicht gebogener Metallstab, der im Inneren eine Hohlkammer hat, die wiederum mit einem speziellen Granulat gefüllt ist. Und diese Microquarzperlen werden mit jedem Schwingen der Arme in abwechselnder Richtung gegen die Enden der Hohlkammer geschleudert."

So weit, so gut – und auch für den Laien verständlich. Aber was zündet er da, der Reaktor? Wir haben Claus Bader, einen anerkannten Lauftrainer der Sportunion, befragt, der sich im Rahmen einiger Ausbildungskurse genauer mit dem "Reaktor" auseinandergesetzt hat. "Einfach ausgedrückt, wird durch das Schleudern des Granulats folgende Wirkung erzeugt: Die Muskulatur in den Armen und in weiterer Folge auch des gesamten Oberkörpers reagiert auf dieses frei schwingende Granulat mit einer sogenannten Vorspannung. Und diese ruft wiederum eine 'reaktive Stabilisation' in der tiefen Muskulatur hervor."

Es geht tiefer

Aha. Und was heißt das genau? "Es ist ja in erster Linie die tiefsitzende Muskulatur, die unseren Körper stützt. Aber bei fast allen Übungen mit normalen Gewichten werden hauptsächlich die großen Muskeln trainiert. Und nicht die, die an der Wirbelsäule und an den Gelenken sitzen. Durch das bildlich gesprochene "Nachschlagen" des Granulats bei jedem Schwung mit dem Reaktor wird diese tiefe Muskulatur tatsächlich gereizt und somit trainiert", erklärt der Laufexperte.

Als Fitnessgerät in der Regeneration, zum Beispiel nach Schulterverletzungen, wurden diese "gefüllten Hanteln" ja schon seit Jahren mit sehr gutem Erfolg eingesetzt. Und Claus Bader selbst hat mit diesen Geräten seit zehn Jahren Österreichs Tischtennis-Spitzenspieler trainiert. Der Einsatz im Laufbereich aber war auch für den Lauftrainer ein ziemliches Neuland – mit einem überraschenden Ergebnis: "Tatsächlich ist der Reaktor- Einsatz auch im Lauftraining eine wirklich gute Sache", sagt Claus Bader – und zwar in mehreren Bereichen:

Und noch einen großen Vorteil hat der Reaktor, der mit gut gepolsterten Schlaufen an den Händen befestigt wird: Jeder Benutzer kann selbst regulieren, wie schwer bzw. wie stark die Hohlkammer befüllt sein soll, denn die Microquarzperlen kann man selbst ganz leicht nachfüllen oder aus der Kammer entfernen.

Alternative

Aber bei allen Vorzügen, die der Reaktor hat, will Trainer Claus Bader nicht von einer "neuen Art des Laufens" reden. "Das reaktive Laufen, wie wir es nennen, ist vielmehr eine sehr gute Alternative, ein Spezialtraining, das man als Hobbyläufer genauso in die Trainingsplanung einbauen sollte wie Tempoläufe oder Intervalltraining." Darauf aber kann man sich einigen: Alle, die Laufsport treiben, um in erster Linie etwas für die Gesundheit und fürs Bodystyling zu tun, bringen mit dem Reaktor sicher zusätzlichen Schwung und mehr Wirkung in ihren Trainingsalltag.

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