21. November 2014, 09:43 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 11.11.2010 um 13:03 UhrKommentare

Wie man die fette Martinigans wieder von den Rippen bekommt

Rund um den 11. November watschelt so mancher nach dem traditionellen Gericht zu Ehren des Heiligen Martin selbst wie eine Gans durch die Gegend. 1.300 Kalorien kommen da pro Portion zustande - genau soviel, wie man in zwei Tagen auf der Fernsehcouch verbrennt.

Foto © Gina Sanders - Fotolia.com

Die Martinigans ist der jährliche Fixpunkt beim Martini-Fest. Gerade rechtzeitig vor Beginn der vorweihnachtlichen Fastenzeit kann man sich bei einem deftigen Ganslessen noch einmal gehörig den Bauch vollschlagen. 342 Kilokalorien pro 100 Gramm, Rotkraut, Erdäpfelknödel sowie eine geschmackvolle Apfel-Rum-Füllung summieren sich auf immerhin 1.300 Kalorien pro Portion. Spätestens am nächsten Tag wäre man den fetten Vogel gerne wieder los.

Wer seine Prachtfigur nicht im Fitness-Studio zur Schau stellen möchte, der hat auch innerhalb der eigenen vier Wände viele Möglichkeiten, sich von den konsumierten Nährwerten zu befreien. Nach sieben Stunden und 15 Minuten Bügeln sollte die Kalorienrechnung wieder ausgeglichen sein, da man bei dieser Hausarbeit - ohne den Grundumsatz des Körpers - 91 Kalorien pro 30 Minuten verbraucht, weiß man im Österreichischen Akademischen Institut für Ernährungsmedizin.

Heißer Sex?

Erdäpfelschälen ist mit 84 Kalorien weniger anstrengend, aber wohl auch nicht so lustvoll wie ein heftiger Beischlaf. Doch bei einem stündlichen Verbrauch von 200 Kalorien wären ausdauernde sechseinhalb Stunden nötig und wohl nicht jedem/jeder zuzumuten. Aber wozu sich derart anstrengen, wenn es auch ganz bequem funktioniert? Zwei Fasttage auf der Fernsehcouch genügen, um die Gans post mortem noch einmal zu beseitigen.

Die Gänse haben ohnehin wenig zu lachen: Jedes Jahr watscheln gut 250.000 Stück in ihr Verderben und landen rund um den 11. November auf den rot-weiß-roten Festtagstischen. Die Nachfrage nach heimischen Gänsen steigt übrigens. In Österreich spazieren sie nämlich zumeist frei über die Wiesen und fressen sich in 28 Wochen ihr Gewicht an. Ihre ungarischen, französischen und polnischen Leidensgenossen jedoch werden zwölf Wochen lang mit Mais gefüttert - und damit füllig. Gleich große Exemplare verlieren das Fett beim Braten und entpuppen sich so als "Mogelpackung".

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