18. Dezember 2014, 06:45 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 11.11.2012 um 05:00 UhrKommentare

Stangen Tanz: Selbsttest im Tanzstudio

Was leicht ausschaut, ist umso schwieriger. Das beweist auch der Selbsttest im Pole-Dance-Studio.

Foto © Saurugger

Leicht wie ein Blatt, das vom Baum fällt und vom Wind getragen wird, zirkelt Babsi um die Stange. Und lächelt dabei auch noch. Gerade das Lächeln verwundert am meisten, denn wie so oft gilt: Wenn's leicht ausschaut, ist es umso schwieriger.

Dabei braucht's gar nicht so viel, um Pole Dance zu machen: eine Stange, natürlich, und relativ viel nackte Haut, an Beinen und Füßen. Denn nackte Haut klebt besser. Schwitzige Hände tun es nicht, wie die Anfängerin erfahren darf, aber dafür gibt es ein Hilfsmittel aus dem Fläschchen. Ein Tropfen vom Wunderelixier auf die Hände und schon sind sie trocken wie altes Brot.

Knappe Ressource

Das war's dann aber auch mit Hilfsmitteln, denn an der Stange hängend kann man sich nur noch auf eine - äußerst knapp bemessene - Ressource verlassen: die eigene Muskelkraft. Nicht umsonst heißt es Polebatics - eine Verschmelzung von Pole Dance und Acrobatics. "Es ist ein super Krafttraining", bestätigen die Trainerinnen Barbara "Babsi" Hammer und Carina "Carry" Pichler, die in Graz das einzige Polebatics-Studio der Steiermark betreiben. "Denn man muss die Körperspannung halten."

Körperspannung, um sich an der Kniekehle eingehängt um die Stange zu drehen, und für die Königsklasse der ersten Stunde: das Klettern. Nur vom nackten Fußrist und schwachen Armen gehalten, versucht man die Stange hinaufzuklettern. Und wenn man schon schreien will: "Das kann doch gar nicht gehen!", ist man plötzlich oben, kann sich halten, schwebt an der Stange und fühlt sich plötzlich so leicht und elegant wie das Blatt, hoch oben am Baum. Und die Mädels klatschen auch noch, wohl mehr aus Höflichkeit.

Brennen und Schürfwunden

"Es schaut so ästhetisch aus", beschreibt Pole-Jüngerin Selina den Reiz. Und sie sei viel beweglicher und kräftiger geworden. Vom Schmuddelimage des Pole Dance wollen die Trainerinnen nichts wissen. "Es ist eine Sportart", sagen sie, "und kommt ursprünglich aus dem Zirkus." Gerade am nächsten Tag glaubt man das gerne, wenn die Oberschenkel brennen und der Fußrist aufgeschürft ist. Aber dafür durfte man schließlich schweben.

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Fakten

  • Barbara Hammer und Carina Pichler betreiben das einzige steirische Polebatics-Studio in der Puchstraße 17-21, 8020 Graz.

    Für Kurse kann man sich über die Homepage www.dancearts-austria.at oder unter Tel. 0680-3206175 anmelden.

    Vorkenntnisse sind keine nötig, ein Kurs mit sechs Einheiten kostet 149 Euro.

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