18. Dezember 2014, 09:41 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 20.08.2012 um 20:19 UhrKommentare

Die Enttäuschung ist groß

Nach Auflösung: Radkersburger Volleyball-Damen üben heftige Kritik.

Foto © Privat

Sportlich betrachtet können sich die Volleyball-Damen des TUS Bad Radkersburg nichts vorwerfen. Sogar der Aufstieg in die höchste Spielklasse Österreichs schien vergangene Saison möglich. Allein, finanziell hat es nicht gereicht. Letztlich fehlten mehr als 15.000 Euro, um ein weiteres Jahr in der zweiten Bundesliga spielen zu können. Die erste Damenmannschaft wurde aufgelöst, vier Spielerinnen und der Trainer wurden verliehen (wir berichteten).

Der Frust über das Aus ist aber noch immer groß. Auf ihrer Facebook-Seite beklagen die Spielerinnen nun mangelnde Unterstützung von örtlichen Betrieben, aber auch der Stadtgemeinde. Es sei zu hoffen, dass sich die Stadt-Politiker künftig mehr für den Sport und die Jugendlichen einsetzen und Bad Radkersburg nicht nur als "steirisches Florida" verkaufen, wo man gemütlich vor sich hin altern kann.

Ein Vergleich, den Bürgermeister Josef Sommer so nicht gelten lässt: "Ich glaube, was die Stadt für die Jugend macht, ist nicht wenig. Ich denke nur an das Bildungsangebot." Außerdem könne man die Stadt nicht für das Aus der Damenmannschaft verantwortlich machen: "Ich habe die größte Hochachtung vor den erbrachten Leistungen. Die Auflösung war aber alleinige Entscheidung des Vereins", so Sommer. Über die stadteigene Parktherme sollen nun für die Gebietsliga-Mannschaft der Damen sowie die Herren- und Jugendabteilung zusätzliche Subventionen lukriert werden. Mehr könne die Stadtgemeinde aufgrund des knappen Budgets nicht tun.

TUS-Obfrau Sonja Witsch musste das bereits letzten Dezember zur Kenntnis nehmen. Die damalige Grünen-Gemeinderätin war mit einem Antrag auf Erhöhung der Förderung für den TUS bei Sommer und seiner ÖVP abgeblitzt. Wenig später zog sie sich aus dem Stadtparlament zurück. "Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Ein bisschen mehr Anerkennung von Seiten der Stadt hätte gut getan", setzt Witsch nun alle Hoffnungen in die Vereinsjugend.

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