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Zuletzt aktualisiert: 27.06.2012 um 20:16 UhrKommentare

Bild wertet Kapelle auf

In der Loretto-Kapelle in Eichberg hält zeitgenössische Kunst Einzug. Schlossbesitzer Cajetan Gril überließ der Gemeinde als Dauerleihgabe ein Totentanz-Bild.

Foto © Franz Brugner

Eichberg darf sich freuen. Niemand Geringerer als der bekannte steirische Künstler Alois Mosbacher, der schon in frühen Jahren als Mitglied der Künstlergruppe "Junge Wilde" mit seinem ungezügelt-kraftvollen Malstil viel öffentliche Aufmerksamkeit erntete, hat sich bereit erklärt das Thema Totentanz auf Leinwand zu bannen. Auftraggeber war Schlossbesitzer Cajetan Gril, dem jetzt das dreiteilige Bild gehört.

Die Idee dazu wurde bei ihm bei einem Totentanz-Symposium in Grafendorf, das vor zwei Jahren stattfand, geweckt. Da die Wände der direkt an sein Schloss angebauten Loretto-Kapelle völlig schmucklos sind, war es von vornherein seine Intention, dass das neun Meter lange Triptychon von Mosbacher dort seinen Platz findet. "Der Renaissancemaler Lucas Cranach war Mosbacher dabei ein Vorbild. Über das Bild ziehen sich viele dürre Äste, die aber noch einen Rest von Leben in sich tragen. Deshalb hat ihnen Mosbacher eine Farbe verpasst", erläutert Gril den Bildinhalt, der von der Vergänglichkeit alles Irdischen erzählt.

Bevor das wertvolle Gemälde in der Loretto-Kapelle, die von der Gemeinde als Aufbahrungshalle für die Verstorbenen verwendet wird, aufgehängt werden kann, gilt es die Versicherungsfrage zu klären. Bürgermeister Peter Uhl will kein unnötiges Sicherheitsrisiko eingehen. "Wer würde den Schaden tragen, wenn das Kunstwerk durch einen Vandalenakt beschädigt oder gar gestohlen werden würde?" stellt Uhl gewisse Bedenken in den Raum.

Frage der Haftung

Fest steht, dass diese Verantwortung nicht von der Gemeinde übernommen werden kann. Kurzzeitig schien es, als könnte die ungeklärte Haftungsfrage dem Einzug der Mosbacher-Arbeit in die Loretto-Kapelle im Wege stehen. Doch mittlerweile konnte der strittige Punkt ausgeräumt werden, indem Gril sich bereit erklärte, das Risiko selbst zu schultern. Er zeigt sich sehr zufrieden: "Das Projekt ist durch ein wohlwollendes Miteinander möglich geworden." Uhl: "Das Bild stellt nicht nur eine Aufwertung für die Loretto-Kapelle, sondern für die ganze Gemeinde dar."

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