22. November 2014, 15:29 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 15.06.2012 um 20:18 UhrKommentare

Jungwild noch in Gefahr

Ein spezielles Wärmesuchgerät und Signalhörner sollen Rehkitze vor Mähgeräten schützen - Jägerschaft unterstützt die Grundbesitzer.

Foto © Karl Mayer

Das hohe Gras, das Wildtiere als Rückzugsort und Kinderstube für ihre Jungen wählen, kann diesen schnell zum Verhängnis werden. "Manche Geißen setzen erst Anfang Juni, damit kann sich die Gefahrenzeit von Mai bis Juli ziehen", erklärt August Deimel, Bezirksjägermeister in Fürstenfeld.

Die Mahd der Grundbesitzer auf diesen Wiesen stellt für die Rehkitze in dieser Zeit die größte Gefahr dar: "Dabei ist es eine reine Informationssache - Grundbesitzer können sich bei uns melden, dann durchsuchen wir mit einem speziellen Wildsuchgerät die Wiese, dadurch haben wir schon einige gerettet", so Deimel.

Das rund 1400 Euro teure Suchgerät ist mit speziellen Sensoren ausgestattet, die auf Wärme reagieren und daher in der Nähe eines Kitzes sofort zu piepsen beginnen.

Aufschrecken

Für Mähwerke gibt es laut Deimel auch Signalhörner, die mit hoher Frequenz die Tiere aufschrecken: "Die Geiß flüchtet mit ihren Jungtieren aber nur, wenn die Kitze schon ein bisschen älter sind." Ein zwei bis drei Wochen altes Rehkitz würde dem Mäher zum Opfer fallen. Pro Jagdjahr werden etwa zehn bis zwölf Prozent der Rehkitze "ausgemäht". Deimel weist aber auf eine sehr hohe Dunkelziffer hin, weil viele Grundbesitzer Vorfälle nicht melden oder überhaupt nicht bemerken.

Besonders gefährdet sind zurzeit auch Junghasen und Fasane. "Oft geht bei der Fasanenhenne das erste Gelege verloren, dann legt sie noch ein zweites - daher sind Fasane bis Ende Juni besonders gefährdet", warnt der Bezirksjägermeister, der sein Revier in Ottendorf/R. hat. Außerdem sei zu beachten, dass nicht nur das Gelege in Gefahr ist, sondern auch die Henne. Für Junghasen gibt es laut Deimel Ende Juni keine Erleichterung, sie sind weiterhin in Gefahr.

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