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Zuletzt aktualisiert: 14.04.2012 um 20:16 UhrKommentare

Wenn die Hochsteirer die Großstadt erobern

Die Hochsteiermark ist mit einem ganzen Dorf beim Steiermark-Frühling in Wien vertreten. Trotz Regens ist man guter Dinge, die Wiener von den steirischen Qualitäten zu überzeugen.

Foto © Foto: Franz Pototschnig

Bei der Eröffnung am Donnerstag strahlte die Hochsteiermark-Geschäftsführerin Claudia Flatscher übers ganze Gesicht: "Das soll schlechtes Wetter sein? Ohne Regen wäre die Steiermark doch nicht so grün", zitierte sie einen Webeslogan.

Das war auch Zweckoptimismus, aber die Stimmung unter den vielen Touristikern aus der Hochsteiermark war trotz des Regens sonnig. Sie waren schon sehr früh auf dem Wiener Rathausplatz, brachten Prospektstapel und Begrüßungsschnapserl in Stellung und warteten auf die Wiener. Tatsächlich flanierten bald die ersten Passanten über den riesigen Platz, der sich so gar nicht frühlinghaft präsentierte.

"Ach, wie schön, die Steiermark", freute sich eine Pensionistin in schönstem Schönbrunnerdeutsch: "Ich war ja schon ewig nicht mehr dort, im Sommer fährt man ja immer ans Meer." Und nachdem sie sich ausgiebig erkundigt hatte: "Nun, wenn Sie sagen, dass man mit dem Zug hinkommt, werde ich das meinem Mann erzählen."

Gespräche dieser Art gab es viele. "Für uns im Neuberger Tal ist das enorm wichtig, der Tourismus ist der einzige Zweig, der noch ausbaufähig ist", meinte Stefan Teveli, der Altbürgermeister von Kapellen, der als Märchenfigur Waldemar Wurzel für den Naturpark Mürzer Oberland über den Platz stiefelte.

Wien ist für die Hochsteiermark - die Bezirke Leoben, Bruck und Mürzzuschlag - enorm wichtig. Schließlich kommt ein Drittel der Touristen aus Wien, und gerade beim Steiermark-Frühling werden sehr viele Kontakte geknüpft. Im Vorjahr kamen an die 160.000 Besucher auf den Rathausplatz, das wird man heuer nicht erreichen, dafür ist aber die Betreuung intensiver: Die meisten gingen mit einem positiven Steiermark-Eindruck im Kopf und einem Packen Prospekte unterm Arm wieder weg.

"Dabei sind es nicht nur Wiener, die herkommen", erzählt Margit Skale von der Alpenregion Hochschwab, "auch Touristen aus Deutschland und anderen Ländern, die gerade auf Städtereise in Wien sind, interessieren sich sehr für uns."

Die Hochsteiermark stellte mit ihrem Hüttendorf eine der größeren Delegationen der Steiermark, und sie umrahmte mit der Stadtkapelle Mariazell auch den Auftakt. Hans Kleinhofer, Geschäftsführer der Mariazeller Land GmbH, hatte es nicht leicht, sein Riesentablett mit Schnapserln vor Gästen und Touristikern zu sichern: "Finger weg, das ist leider für die Musik", lachte er.

Die Sonne lachte nicht mit, aber auch wenn die Besucherzahlen des Vorjahres nicht erreicht wurden, sieht Claudia Flatscher den Wien-Auftritt sehr positiv: "Diejenigen, die sogar bei Regen kommen, das sind die ganz besonders Interessierten."

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