25. November 2014, 01:26 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 20.01.2012 um 20:16 UhrKommentare

"Werden Kampf um Schule bis zum Ende führen"

Die Bevölkerung der Breitenau bildet eine geschlossene Front gegen die geplante Schließung ihrer Hauptschule.

Foto © Privat

BREITENAU. Geplant war die Informationsveranstaltung zur angedrohten Schließung der Dr.-Lauda-Hauptschule im Herbst 2014 im Gemeindesaal. Doch rechtzeitig wurde dieser Plan geändert, man wechselte in den größeren Barbarasaal - und dieser platzte aus allen Nähten. Ständig wurden Stühle herbeigeschafft, trotzdem mussten viele mit einem Stehplatz im Foyer vorlieb nehmen.

Bürgermeister Siegfried Hofbauer erinnerte eingangs daran, dass das Damoklesschwert der Schließung schon lange über der Hauptschule Breitenau hänge. Als Hauptproblem sieht er, dass als Parameter für den Erhalt des Standorts immer nur die Schülerzahlen herhalten müssen, und fragte: "Warum kann man uns nicht unter Beobachtung stellen wie andere Schulen auch?" Er meinte aber, dass die Chance auf den Schulerhalt lebt, und die werde er auch nützen.

Diese Chance sieht auch Bezirksschulinspektorin Elisabeth Schwendenwein. Sie selbst habe kein Recht auf Stellungnahme, sehr wohl aber die Eltern und die Gemeinde. Die Gemeinde solle Einzelschicksale sammeln und dann als Stellungnahme an das Land schicken. "Das ist das wahre Mittel, das Sie haben."

Hauptschuldirektor Ernst Gissing dankte den Anwesenden: "Es tut uns als Schule gut, dass wir diesen Rückhalt spüren." Gissing stößt sich daran, dass vonseiten des Landes immer das Qualitätsargument als Grund für die Schließung von Kleinschulen verwendet werde: "Qualität kann man nicht verordnen und nicht auf Vorrat produzieren."

Bernhard Grentner vom Elternverein der Hauptschule sprach die Auswirkungen einer Schulschließung auf den gesamten Ort an und hob die Topografie der Breitenau hervor: "Wir haben zwölf Seitentäler, aus allen kommen Schulkinder." Der kürzeste Schulweg von der Breitenau - konkret vom Ortsteil St. Jakob-Mitte - nach Bruck betrage zweieinviertel Stunden. Aber mehr als die Hälfte der Kinder habe längere Wege. Das bestätigte eine Mutter, deren Kinder dann einen mindestens vierstündigen Schulweg hätten.

In der anschließenden Diskussion kristallisierten sich bald die wesentlichsten Themen heraus. So die Frage des Schulsprengels und das dringende Ersuchen an die Eltern aus Pernegg, ihre Kinder für den Schulbesuch in der Breitenau anzumelden. Heftig kritisiert wurde, dass kein Vertreter des Landes Steiermark, das ja die geplante Schließung beschlossen hat, anwesend war.

Die Kampfkraft der Breitenauer ist jedenfalls ungebrochen. Dementsprechend meinte Grentner: "Wir werden den Kampf um unsere Schule bis zum Ende führen." ULF TOMASCHEK

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