28. November 2014, 05:22 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 14.01.2012 um 20:17 UhrKommentare

Alles eine Frage der Qualität

Mit journalistischer Qualität beschäftigte sich eine Mürztalerin in ihrer Diplomarbeit an der FH St. Pölten - und bekam dafür den Förderpreis des Verbandes Österreichischer Zeitungen.

Foto © Privat

Was macht Qualität im Journalismus und in Printverlagen aus? Nicole Friesenbichler hat sich damit in ihrer Diplomarbeit beschäftigt und dafür einen Förderpreis für Medienforschung des Zeitungsverbandes (VÖZ) erhalten. Friesenbichler hat an der FH St. Pölten Medienmanagement studiert, in ihrer Diplomarbeit "Ganzheitliches Qualitätsmanagement für Printverlage" arbeitete sie drei Qualitätsfaktoren heraus. Die journalistische Qualität steht nicht alleine da. Sie wird begleitet durch die ökonomische und die demokratisch-politische Qualität eines Verlages, wie Friesenbichler das in ihrer Arbeit dargestellt hat.

"Die Qualitätsdiskussion gibt es ja schon seit Langem, aber wenn man definieren soll, was Qualität ist, wird es schwieriger. In der Praxis bezieht sich das meistens nur auf die Qualität einer Redaktion", erklärt Friesenbichler. Mit ihren drei Kriterien erweitert sie den Blick um die beiden weiteren Faktoren und macht ihn dadurch ganzheitlich.

Schon 2009 hat die 25-Jährige ihre Diplomarbeit geschrieben, sie aber erst jetzt beim VÖZ eingereicht. Zurzeit absolviert die Wartbergerin, die in Wien lebt, das berufsbegleitende Masterstudium "Journalismus und Neue Medien" an der FH Wien. Bei den Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) arbeitet sie freiberuflich für die Redaktion. Dorthin "verschlug" es sie über Praktika im Rahmen eines Stipendiums des Vereins zur Förderung des Journalismus.

Traumberuf

Friesenbichler ist Absolventin des Mürzzuschlager Gymnasiums, Journalismus war immer ihr Traumberuf. "Das Recherchieren und Texten ist einfach meine große Leidenschaft." Besonderen Reiz haben Radio und Fernsehen, sie kann sich aber vorstellen, für alle Mediengattungen zu arbeiten.

Aufsätze habe sie schon immer gerne geschrieben, erzählt Friesenbichler. "Aber dass ich Journalistin werden will, wurde mir erst im Zuge meines Medienmanagementstudiums und meiner Mitarbeit bei unserem Studentenmagazin klar". Die Auszeichnung des VÖZ freut sie sehr, sie wollte ihre Diplomarbeit schon 2010 einreichen. "Da habe ich aber die Einreichfrist versäumt. Was den Preis betrifft, so ist die Wartbergerin in bester Gesellschaft: mit Lukas Sustala, einem freien Journalisten unter anderem beim "Standard" und früher beim "Wirtschaftsblatt", und der Wissenschaftlerin Karin Zauner (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Wien).

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

FAKTEN

  • Der VÖZ will mit diesem Preis die Praxisbezogenheit der Ausbildung an den Universitäten fördern. Dotiert ist der Preis mit insgesamt 7000 Euro.

    Bewertet werden Master- sowie Diplomarbeiten und Dissertationen, die sich mit aktuellen und wichtigen Fragestellungen des österreichischen Medienmarktes beschäftigen.

    Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Tageszeitungen, Wochenzeitungen und Magazinen.

    Er wurde 1946 gegründet und befasst sich mit allen Themenbereichen, die für Verlage relevant sind. 16 Tageszeitungen, 48 Wochenzeitungen und Magazine gehören derzeit dem VÖZ an.

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.