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Zuletzt aktualisiert: 03.07.2012 um 19:40 UhrKommentare

willhaben.at: Großes Geschäft mit kleinen Anzeigen

Das Onlineportal willhaben.at ist mittlerweile Österreichs meistaufgerufene Homepage. Das Portal, das pro Jahr neun Millionen Euro umsetzt, hat noch viel vor und will weiter wachsen.

Foto © www.willhaben.at

Er fühlte sich bemüßigt, schnell zu antworten. Als Robert Nissel, berühmt-berüchtigter ATV-"Lovecoach", im März 2012 auf willhaben.at seinen Porsche 911 zum Verkauf angeboten hatte, machte im Internet nur wenig später das Gerücht die Runde, Nissel sei pleite. Das ließ dieser nicht auf sich sitzen und erklärte, dass er den Porsche zwar abgeben wird, dafür aber schon einen Nissan GTR Alpha 9 bestellt habe. Derlei Marketing-Gags beschleunigen ein ohnehin enorm starkes Wachstum noch. Mit den vier Bereichen "Immobilien, Auto & Motor, Jobs & Karriere und Marktplatz" lockt das Verkaufs-Portal willhaben.at laut letzten Daten der Österreichischen Webanalyse (ÖWA) pro Monat etwa 2,8 Millionen unterschiedliche Nutzer (Unique Clients) auf die Seite. Was noch beeindruckt: Mit beinahe 400 Millionen Page Impressions, also Seitenaufrufen, ist willhaben.at im Moment die am stärksten nachgefragte Website in Österreich.

Noch viel Potential nach oben

"Es ist eine Idee, deren Zeit einfach gekommen ist", analysiert Sylvia Dellantonio, Geschäftsführerin von willhaben.at, den Erfolg des Online-Marktplatzes. Trotz des starken Wachstums sieht sie noch viel Potenzial im Unternehmen, das pro Jahr neun Millionen Euro umsetzt und zu je 50 Prozent der Styria Media Group AG und dem norwegischen Medienkonzern Schibsted gehört. "Das mobile Geschäft nimmt stark zu - wir wollen so Zugriffe und Anzeigenvolumen erhöhen", erklärt Dellantonio.

Stärken und Schwächen

40.000 Anzeigen werden pro Tag auf willhaben.at hochgeladen. Eine starke Zahl, die gleichzeitig eine Schwäche des Portals impliziert - eine derartige Menge an Angeboten ist kaum kontrollierbar. Und so kam willhaben.at nicht nur mit Robert Nissel in die Köpfe der Online-Nutzer, sondern etwa auch aufgrund des Verkaufs von gefälschten Pässen für Rock-Festivals. Dellantonio: "Wir sind quasi nur eine Auslage, ein Vermittler."

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