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Zuletzt aktualisiert: 21.12.2010 um 11:55 UhrKommentare

"Love to cook" oder Willkommen im Schlaraffenland

Ravinder Bhogal kocht nach Stimmungslagen, Gelüsten und Sehnsüchten. Ein kulinarischer Notarzt in zwölf Kapiteln, der abseits von allen Gourmettrends wieder Lust aufs Kochen und Experimentieren macht.

Foto © Jason Lowe/Christian Verlag

Wer unvorbelastet ans Werk geht, kann nicht nur nichts verlieren, sondern auch jede Menge gewinnen: Ravinder Bhogal weiß davon ein Lied zu singen. Ohne Kochausbildung, aber mit jeder Menge Neugierde und Interesse hat sie bei der britischen Kochsendung von Meisterkoch Gordon Ramsay gewonnen und sich so ganz nebenbei in die Herzen der Briten gekocht. Der Grund dafür ist denkbar einfach, aber höchst sympathisch: Trend bleibt Trend, Hunger bleibt Hunger. "Ich gebe nichts auf angesagte Gourmettrends oder das Bärlauchrezept des Monats - was ich koche, wird von meiner Stimmungslage diktiert", bringt Bhogal ihre Philosophie auf den Punkt und dürfte damit so manchen - mittlerweile vom Gourmethype abgeschreckten - Hobbyköchen aus der Seele sprechen. Also, zurück an die Töpfe und kochen, entwerfen, vereinen und verschmelzen, was der Kühlschrank hergibt.

Exotisch trifft bodenständig

Bhogal entstammt einer anglo-indischen Familie und vereint zwei Küchenwelten, die gegensätzlicher nicht sein können: Die indische Küche mit ihrem überschwänglichen Hang zu Gewürzen und die klare, einfache britische Küche, der bisweilen sogar nachgesagt wird, gar keine Küche bzw. einfach unessbar zu sein. Die Vereinigung beider Traditionen ist eine Aufgabe, die Ravinder nur zu gerne annimmt. Heraus kommen dabei Kombinationen wie Pochiertes Hähnchen mit Reis & Chilisauce, Sieben-Gewürze-Schweinekoteletts & Apfel-Mango-Chutney mit Minze, Schweinebraten mit Granatapfelglasur oder Schokoladen-Orangen-Brownies.

Kochen je nach Stimmungslage

Wie unschwer zu erkennen ist, richtet sich die Küche von Ravinder Bhogal definitiv nicht nach Kalorientabellen, sondern - durchaus sympathisch - nach Stimmungslagen, Gelüsten und Sehnsüchten. Aus diesem Grund kann man das Buch auch als kulinarischen Notarzt in zwölf Kapiteln bezeichnen. Gekocht wird nacg Situationen, die einem selbst gar nicht so fremd sind und wo am Ende des Tage das passende Gericht heilsam sein kann. Die passenden Gerichte gibt es demnach unter anderem für "Lange Tage im Büro: Arbeiten, um zu leben, leben, um zu essen", "Seelenfutter: Wenn niemand da ist, um uns zu trösten, brauchen wir Trost auf einem Teller" oder auch für "Wenn die Eltern kommen: ... und andere Situationen, in denen man die Unterhaltung dem Essen überlassen sollte". Sollten Sie also noch einen guten Freund in Ihrer Nähe brauchen, dann kaufen Sie sich einen für Ihr Bücherregal - lebenslange Treue inklusive!

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