27. Dezember 2014, 18:19 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 07.11.2012 um 11:41 UhrKommentare

Kein gutes Zeugnis für Fertiggerichte

Die Zubereitung von Fertiggerichten geht schneller, die meisten Gerichte enthalten aber zu viel Zucker, Salz und Fett. Noch ein Argument dagegen: Selber kochen ist billiger.

Foto © Fotolia.com/Kzenon

Ein aktueller Test der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich stellt Fertiggerichten ein schlechtes Zeugnis aus. Abgesehen davon, dass die meisten viel Zucker, Salz und Fett enthalten, ist selber kochen günstiger, auch wenn nur eine Portion zubereitet wird. Die Konsumentenschützer kochten zehn im Handel erhältliche Convenience Produkte nach, berichteten sie am Mittwoch.

Als Vorteile der Fertignahrung sahen die AK-Mitarbeiter die Portionierung der Gerichte und die Zeitersparnis. Wobei auch die frische Zubereitung mit 15 bis 45 Minuten nicht lange dauerte. Die Test-Köchin schaffte Joghurt-Palatschinken mit Marillenröster in 15 Minuten und Zwiebelrindsbraten mit Spiralen in 20.

Dass Packerl-Essen billiger ist als frisch zubereitete Speisen widerlegte der Test. Alle Gerichte konnten günstiger nachgekocht werden, auch für nur eine Person. Zum Beispiel koste "Reisfleisch mit Hühnerstücken" 3,49 Euro. Der Preis für die Zutaten zum Selbermachen betrage nur 1,76 Euro. Bei "Faschierten Laibchen mit Erdäpfelpüree und Gemüse" legt man laut Konsumentenschützern statt 4,49 Euro nur 1,90 Euro aus, wenn man selbst den Kochlöffel schwingt.

Zudem seien der Energiegehalt der industriell gefertigten Speisen vergleichsweise hoch und die Portionen für Kinder zu groß. Viele Gerichte würden auch Zusatzstoffe enthalten, die für Menschen mit Allergien zu gesundheitlichen Problemen führen können. Langfristig beeinflusse der erhöhte Zucker-, Salz- und Fettgehalt das Geschmacksempfinden. Kinder, die ohne Fertiggerichte aufwachsen, könnten viel besser süß, sauer und scharf erkennen.

Convenience Food verleite auch Erwachsene zu einseitiger Ernährung, das wiederum führe zu Vitamin- und Mineralstoffmangel. Das erhöhte Müllaufkommen wertete die AK als weiteren Nachteil der schnellen Nahrung. Sie empfahl, von frisch zubereiteten Speisen gleich mehr herzustellen und portionsweise einzufrieren.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

Koch des Monats

Die besten Rezepte von Johanna Maier, Karl und Rudi Obauer, Adi Matzek, Sohyi Kim, Richard Rauch, Josef Zotter, Andreas Döllerer, Alain Weissgerber, Gerhard Fuchs, Hubert Wallner, Lisl Wagner-Bacher, Heinz Winkler und Heinz Reitbauer mit Video-Tipps zum Nachkochen.

Heimische Produzenten

  • Von Marillen über Kaviar bis zum Trüffel: Ein Einblick in die Vielfalt der heimischen Produzenten.

Rezepte-Sammlung

  • Von der Suppe über die Hauptspeise bis zur Nachspeise: Gustieren Sie durch unsere umfassende Rezepte-Sammlung!