29. November 2014, 10:37 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 17.08.2012 um 11:18 UhrKommentare

Vorsicht beim Schwammerlsuchen

90 Prozent der tödlichen Pilzvergiftungen werden durch den Knollenblätterpilz verursacht. Von über 3.000 Arten in Mitteleuropa sind 150 giftig.

Foto © APA

Wenn im Spätsommer die Schwammerl wieder aus dem Boden sprießen, ist Vorsicht geboten: Von den mehr als 3.000 Pilzarten, die es in Mitteleuropa gibt, sind rund 150 giftig, berichtete das Österreichische Rote Kreuz in einer Aussendung. Dabei sei für etwa 90 Prozent der tödlichen Pilzvergiftungen der Knollenblätterpilz verantwortlich, denn unerfahrene Schwammerlsucher können diesen leicht mit Champignons verwechseln.

Je nach Menge des durch den Knollenblätterpilz aufgenommenen Gifts stellt sich nach acht bis 24 Stunden heftiger Brech-Durchfall ein. Nach ein bis zwei Tagen lassen die Durchfälle nach. Doch dafür kommt es zum Auftreten schwerer Organschäden, insbesondere der Leber. "Bei Verdacht auf eine Vergiftung durch Knollenblätterpilze sollte schnellstmöglich ein Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden", lautet daher der Rat von Rot-Kreuz-Chefarzt Wolfgang Schreiber. "Erbrochenes und Pilzreste sollten in einem Plastiksack aufbewahrt und mitgenommen werden."

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hauptgruppen von Pilzgiften: "Bei der ersten Gruppe treten die Vergiftungssymptome nach einer langen Latenzzeit, die zwischen vier Stunden und mehreren Tagen betragen kann, auf. Die zweite Gruppe ist weniger gefährlich. Hier treten diese schon nach 15 Minuten bis vier Stunden auf. Meist kommt es dann zu sehr unangenehmen Beschwerden, die mehrere Tage anhalten", so Schreiber. Das Rote Kreuz rät, sich bei Unsicherheiten bezüglich der gefundenen Schwammerl an Pilzberatungsstellen wenden.

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